Berglund, Dan: Tonbruket

Schon im Trio Esbjörn Svenssons war Dan Berglund der Mann für Effekte und Experimente. Kaum ein Kontrabassist machte sich radikaler die Macht der Tretminen zunutze als der Schwede. Wo Eberhard Weber noch vergleichsweise brav mit Bandechos die lyrische Macht der tiefen Töne auszuloten versuchte, setzt Berglund brachial auf Fuzztone, Wah und Octaver. Dabei macht er sich auf „Tonbruket“ durchaus nicht zum lautsprechenden Chef, sondern fügt sich in den Kollektivgedanken. Das hat dann ganz viel von Philip Glass, vom Penguin Café Orchestra, von scheinbar naiver Kompositorik, die allerdings so viele Raffinessen und Finten bereithält, das man sich kaum daran satthören kann. Wen die spröde Melodramatik des nordischen Klangverständnisses mittlerweile ein wenig zu langweilen begann, muss hier kein weiteres Ungemach befürchten. Allein die tonale Liebesheirat zwischen Berglunds knarzenden Basssaiten und der ätherischen Pedalsteel von Johan Lindströms ist atemberaubend. (ron)

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