Eine Auswahl von Büchern, die sich mit Geschichte und Politik Schwedens befassen. Du kannst sie auch direkt online bestellen.

Birgitta von Schweden

Birgitta von Schweden, aus schwedischem Hochadel stammend und mit einem einflußreichen Landesfürsten und Reichsrat verheiratet, Mutter von acht Kindern und Hofdame der schwedischen Königin, gibt nach dem Tod ihres Mannes Familie und Heimat auf und gründet den Brigittenorden. Auf dessen Bestätigung durch den Papst, der in Avignon residiert, wartet sie nahezu ein Vierteljahrhundert in Rom. Die Biographie beschreibt anschaulich die Chancen und Grenzen der öffentlichen Wirksamkeit von mystisch begabten Frauen; die Entstehung eines überragenden schriftstellerischen Werkes kraft visionärer Ausdruckskraft; den Einfluß der bildenden Kunst in den Klöstern und Kathedralen auf die religiösen Vorstellungen der Mystikerin; die Bedeutung der Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela, Rom und Jerusalem für die Entwicklung eines christlich-abendländischen Bewußtseins. Doch Leben und Werk Birgittas sind auch ein erschütterndes Zeugnis für einen Konflikt, der das Intimleben der Menschen belastet: das kirchliche Verbot der erotisch-sexuellen Lust auch in der Ehe und selbst bei der gottgewollten Zeugung. Verängstigt und schuldbewußt suchen die Menschen deshalb ihr Heil im ehelosen Leben, in Buße, Beichte und Ablaß. Amazon

Christina von Schweden

Ein farbenreiches Zeitgemälde des 17. Jahrhunderts, der politischen, religiösen und geistigen Strömungen des Absolutismus und Barock im kontrastreichen Nord-Süd-Spannungsfeld in Europa, im Spiegel einer außergewöhnlichen Gestalt.
Die Stellung, die Christina von Schweden (1626-1689) in der europäischen Kultur während des absolutistischen Zeitalters einnahm, ist einzigartig. Ihr Schicksal hat ganze Generationen fasziniert, zum einen, weil ihr Leben so eng verbunden war mit den wichtigen politischen Entwicklungen ihrer Zeit, zum anderen durch die radikalen Entscheidungen, die sie selbst traf.Größere Gegensätze als den “barbarischen” Norden und das hoch kultivierte Italien des 17. Jahrhunderts lassen sich in Europa kaum finden. Christina von Schweden gelang es, diese Gegensätze zu überbrücken. Mehr wissenschaftlich und künstlerisch als politisch interessiert – sie holte u.a. den französischen Philosophen Descartes und den niederländischen Rechtsgelehrten Grotius an den schwedischen Hof -, spiegelt sie die oft widersprüchlichen politischen, religiösen und geistigen Strömungen ihres Jahrhunderts wider. Sie unterstützte Künstler und Gelehrte, sammelte eine berühmte Bibliothek, begeisterte sich für die spanische Literatur und Malerei, irritierte aber ihre Umwelt durch ihr skandalumwittertes Leben, ihre Unruhe, ihre Verschwendungssucht, ihre Launenhaftigkeit, ihr Freidenkertum und ihr Liebesleben, bis sie nach kurzer Regierungszeit 1654 zugunsten ihres Vetters abdankte.Auch ihre Konversion vom lutherischen zum katholischen Glauben und ihre Übersiedlung nach Rom galten als Provokation. In Rom war sie Mittelpunkt gelehrter Kreise, gründete eine philosophische und astrologische Akademie, die unter dem Namen Arcadia noch viele Jahre nach ihrem Tod fortbestand und deren Mitglied auch Goethe war, unterhielt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Zeit sowie eine erlesene Handschriftensammlung, förderte die Musik und das Theater und machte bis zu ihrem Tod dem Beinamen einer “Minerva des Nordens” Ehre.Verena von der Heyden-Rynsch studierte Musik, Philosophie und Romanistik, Promotion. Verlagsagentin, Übersetzerin, Herausgeberin und Autorin. Publikationen: Riten der Selbstauflösung (1982); Cioran – Wüdersprüchliche Konturen (1986); Vive la litterature (1989); Europäische Salons (1992, 3. Aufl. 1997); Belauschtes Leben (1997). Lebt in Paris und München. Amazon

Die schwedische Neutralitätspolitik: Eine Tradition und ihre Geschichtsschreibung

Neutralität besaß in Schweden lange Zeit den Status einer sicherheitspolitischen Überdoktrin, welche man weder ernsthaft infrage stellte noch kritisch diskutierte. Aus den negativen Erfahrungen eigener Hegemonialpolitik entstanden, galt sie in Schweden im 20. Jahrhundert als unangefochtener Königsweg. Doch das Image der friedlichen Nordnation wankt. Nach dem Ende der Sowjetunion wurden Aktenbestände zugänglich, die ein ganz anderes Bild zeichneten. Schwedens Neutralität war scheinbar weit weniger unumstößlich, als offiziell betont. Hatte die Regierung mit dem deutschen Nazi-Regime paktiert, um ihren Status zu halten? Eine hitzige historische Debatte begann. Ingolf Notzke analysiert das Phänomen der schwedischen Neutralität im Spiegel der Historiografie Schwedens. Dazu greift er mit den Hintergründen des Neutralitätsstrebens und dem neutralitätspolitischen Agieren Schwedens während des Zweiten Weltkrieges und Kalten Krieges exemplarisch drei Aspekte heraus. Er zeigt, wie die schwedische Geschichtsschreibung die Neutralität Schwedens darstellt, bewertet die Veränderungen im Laufe der Zeit und den Widerhall der Neutralitätsdebatte der beginnenden 1990er Jahre in Schwedens Geschichtswissenschaft.

Drei Kronen und ein Greif

Klischeehafte Floskeln wie schwedische Gardinen, alter Schwede oder Schweden-trunk, aber auch der Nobelpreis oder das schwedische Modell eines Sozialstaates drängen sich ins deutsche Bewußtsein, denkt man an das Land im Norden. Mit dem weitgefächerten Beziehungsgeflecht Deutschland und Schweden, Schweden und Deutschland befassen sich die Beiträge in diesem Band. Dabei geht es um ganz unterschiedliche Aspekte: Bildungsreisen schwedischer Studenten zu ausländischen Universitäten, die Geschichte einer Beamtenfamilie in Schwedisch-Pommern und das Deutschlandbild in Schweden werden ebenso thematisiert wie die aktuelle Welle des Ferienhauserwerbs durch Deutsche in Schweden. Zum bunten Themenspektrum gehören auch kulturelle Aspekte. So wird beispielsweise die wechselseitige Rezeption literarischer Werke betrachtet – sowohl anhand von Kinderbüchern der wohl bekanntesten schwedischen Autorin Astrid Lindgren als auch anhand von Falladas oder Peter Schneiders Werken. Die Beiträge zeichnen ein vielfältiges Bild von gegenseitiger Befruchtung, Abgrenzung und Beeinflussung. Dabei spielt die Vergangenheit ebenso wie die Gegenwart eine Rolle. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit den Wirkungen der schwedischen Regentschaft in Vorpommern. Das Buch geht zurück auf eine Konferenz schwedischer und deutscher Wissenschaftler an der Philosophischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, der ältesten schwedischen, ältesten preußischen und einzigen pommerschen Universität. Amazon

Drucke des höfischen Barock in Schweden

Den hohen Stellenwert autorisierter Reproduktionsgraphik im 17. Jahrhundert zeichnet dieses Buch exemplarisch an einer europäischen Künstlerzusammenarbeit nach. Der auch als Astronom und Mathematiker berühmte Stecher Georg Christoph Eimmart (1638-1705) und der in Amsterdam und Rom ausgebildete schwedische Hofmaler David Klöcker von Ehrenstrahl (1628-1698) pflegten 1672 bis 1689 eine intensive Zusammenarbeit. Gemeinsam erarbeiteten sie eine Reihe von Druckgraphiken nach zum Teil monumentalen Werken Klöckers: Klöcker lieferte aus Stockholm die Vorzeichnungen, Eimmart kümmerte sich in Nürnberg unter Hinzuziehung Jacob von Sandrarts (1630-1708) um deren drucktechnische Umsetzung. So entstanden die Illustrationen zur >Disa<, einer zeitgenössischen Jahrmarktskomödie nach nordischem Sagenstoff, die ein >Seegefecht zur Lust< schildernde >Pugna navalis<, die majestätischen Reiterporträts König Karls X. Gustav und des jungen Karls XI., die luxuriös ausgestattete Festbeschreibung des anläßlich des Regierungsantritts Karls XI. veranstalteten >Certamen equestre< und die Wiedergabe des Deckenbildes im Stockholmer Ritterhaus. Es stellt einen einzigartigen Glücksfall für die kunsthistorische Forschung dar, daß die geschäftliche Korrespondenz beider Künstler komplett erhalten ist. Der hier erstmals aufgearbeitete Briefwechsel ließ den Entstehungsprozeß der im Anhang katalogisierten Graphiken exakt nachvollziehen. Technische Produktion und Vertriebskonzepte auf dem Graphikmarkt werden ebenso beleuchtet wie biographische Determinanten barocker Künstler zwischen Residenz und Reichsstadt aufscheinen. Von Paris und Wien inspirierte Ikonographie und Ikonologie schwedischer Großmachtrepräsentation nach dem Dreißigjährigen Krieg werden thematisiert. Die zeitgenössischen Äußerungen ermöglichten es der Autorin zudem, Kunstästhetik und Kunstterminologie barocker Graphik und Malerei quellennah zu präzisieren und deutsche bzw. schwedische Anschauungen in Abhängigkeit von noch italienischen und bereits französischen Idealen zu differenzieren.

Durch die Geschichte verbunden – Deutschland und Schweden

Emanuel Swedenborg – Hellseher, Naturforscher und Visionär: Das Leben des legendären schwedischen Theologen und Sehers

Noch immer ist die unvergessene Gestalt des visionären schwedischen Theologen und Sehers von unhaltbaren Gerüchten und unglaublichen Anekdoten umgeben, die das wirklich Geheimnisvolle seiner Existenz noch verdichtet. Swedenborg entwarf aufgrund von Geisterwissen eine umfassende Schau vom Diesseits und Jenseits und wirkt mit seinen Prophezeiungen ähnlich wie Nostradamos bis in unsere heutige Zeit.

Findeisen, Jörg-Peter: Die schwedische Monarchie 1 – Von den Vikingerherrschern zu den modernen Monarchen: 950 – 1611

Schweden ist bekannt für seinen lebendigen Royalismus und moderne Königsfamilie.
Die beiden Bände schildern die Geschichte Schwedens anhand der Geschichte seiner Könige erstmals vollständig von der Frühzeit bis heute. Der Leser verfolgt so den spannenden Werdegang von den Vikingerherrschern bis zu den heutigen Demokraten auf Schwedens Thron. Reich bebildert und lebendig geschrieben, wendet sich das Buch nicht nur an historisch Interessierte, sondern auch an alle Monarchie- und Schweden-Liebhaber. Schwedische Geschichte – packend, umfassend und fundiert.
Band 1 umfasst den Zeitraum von 950-1611 n. Chr.
19.6.2010: Hochzeit der Kronprinzessin Victoria

Findeisen, Jörg-Peter: Die schwedische Monarchie 2 – Von den Vikingerherrschern zu den modernen Monarchen: 1612 bis heute

Schweden ist bekannt für seinen lebendigen Royalismus und moderne Königsfamilie.
Die beiden Bände schildern die Geschichte Schwedens anhand der Geschichte seiner Könige erstmals vollständig von der Frühzeit bis heute. Der Leser verfolgt so den spannenden Werdegang von den Vikingerherrschern bis zu den heutigen Demokraten auf Schwedens Thron. Reich bebildert und lebendig geschrieben, wendet sich das Buch nicht nur an historisch Interessierte, sondern auch an alle Monarchie- und Schweden-Liebhaber. Schwedische Geschichte – packend, umfassend und fundiert.
Band 2 umfasst den Zeitraum von 1612 n. Chr. bis heute.
19.6.2010: Hochzeit der Kronprinzessin Victoria

Gustav II. Adolf von Schweden

Eine europäische Großmachtposition für das Haus Vasa, das war das Ziel, für das der schwedische König Gustav II. Adolf sein Leben lang kämpfte. Die Historiker urteilten widersprüchlich über den Schwedenkönig. Die einen hielten ihn für den Retter des europäischen Protestantismus, die anderen nannten ihn einen Aggressor und Vereitler der deutschen nationalstaatlichen Entwicklung. Jörg-Peter Findeisen schildert Leben und politisches Wirken des kriegerischen Schweden umfassend und kenntnisreich.

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