Edwardson, Åke: Toter Mann

Vor einer Tür blieb er stehen. Es war still. Still. Der Mann lehnte sich gegen die Tür, als würde er lauschen. Hörte er plötzlich eine Kinderstimme? Ein Kind, das rief? Lachte das Kind? Åke Edwardson pflegt einen eigenwilligen Stil – in bislang zehn Kommissar-Winter-Romanen, und stets auf einer ansehnlichen Zahl von Seiten. Das ist gewöhnungsbedürftig, doch seine zahlreichen Fans lieben den schwedischen Autor für seinen Tonfall. Auch im neunten Buch über den Göteborger Ermittler Erik Winter, das jetzt auf Deutsch vorliegt, zelebriert Edwardson die erzählerische Langsamkeit, die kühle Distanziertheit und seine philosophisch angehauchten Stakkatosätze. Dabei ist der Kriminalfall in „Toter Mann“ nebensächlich, im Zentrum steht das Nachdenken über die Liebe und deren unvorhersehbare Wege. So kämpfen Winter selbst und die meisten seiner Kollegen mit Beziehungsproblemen; jemand outet sich als schwul, ein Paar trennt sich, ein Mann leidet unter seiner Einsamkeit. Und natürlich hat auch der eigentliche Fall, in den ein Göteborger Drogenboss, ein erfolgloser Schriftsteller und ein Gemeinderat verwickelt sind, am Ende etwas mit diesem Thema zu tun: Liebe, die über den Tod hinaus anhält, wird zum Mordmotiv. (jul) Amazon

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