Fredriksson, Marie: The change

1. The change
2. 2nd change
3. All you’ve gotta do is feel
4. April snow
5. Love 2 live
6. Mother
7. Many times
8. All about you
9. The good life
10. Bad moon
11. A table in the sun
12. The change (Orchestra)

Marie Frederiksson hat mit The Change weitaus mehr als nur ein hitverdächtiges neues Album aufgenommen. Die Roxette-Sängerin verarbeitet hier persönliche Erfahrungen von Krankheit und Genesung auf einer bewegenden CD.
Wie fühlt man sich, wenn man mit der Diagnose eines Hirntumors konfrontiert wird? „Suddenly the change was here“ lautet eine Zeile aus dem Titelsong „I took your hand, you dried my tears“. Was einfache Worte nur schwer auszudrücken vermögen, zeigen ausdrucksvolle Kohlezeichnungen auf dem Cover und Booklet in Form von schlichten Frauenportraits, welche die Züge Marie Fredrikssons darstellen, wie sie kaum jemand kennt. Zerbrechlich und kurzhaarig, nicht etwa einer Modelaune der 20er Jahre Mode entsprungen, sondern Folge der schweren Krankheit, mit dem Ausdruck zwischen Erstaunen und Bestürztheit im Gesicht. Die Verzweiflung ließ sich nicht darstellen, wohl aber die Entschlossenheit der Flucht nach vorn, die die beliebte schwedische Sängerin in der Folge antrat und damit einen guten Teil zu ihrer Genesung selbst beitrug. Zusammen mit ihrem Mann Mikael Bolyos und schwedischen Top-Musikern hat sie The Change eingespielt. In 12 großartigen Songs spiegeln sich zermürbende Gedanken und Seelenzustände der zurückliegenden schweren Zeit ebenso wider, wie die Freude über die zurückerlangte Gesundheit. Die opulenten Orchesterarrangements von „2nd Chance“ sind hier keine Spielerei sondern Synonym für die Fülle des Lebens: „Oh thank God I’m alive, I’m alive for the 2nd time.“

Marie Fredriksson konfrontiert die Hörer auf The Change weder mit Seelen-Exhibitionismus noch mit schwülstigen Attacken auf die Tränendrüsen, sondern widmet sich vielmehr den nahe liegenden Aspekten, wie etwa der Frage in dem Stück „Mother“: „Where will I be, the day I need you for my own?“ Die Erkenntnisse, dass man in schwierigen Lebenslagen letztlich immer allein bleibt („Mother“), dass es in Anbetracht der Endlichkeit plötzlich keinen realen Alltag mehr gibt („Many Times“) finden sich auf The Change ebenso, wie die kindliche Freude an Neuentdeckungen vermeintlicher Alltäglichkeiten, die nun wie Wunder erscheinen („Table in the sun“). The Change ist trotz allem Durchlittenen alles andere als ein melancholielastiges Album geworden, weil sich Marie Fredriksson von ihrer Krankheit nicht unterkriegen ließ und nun glücklicherweise in der Lage ist, einen umso wilderen, rockigen Lobgesang auf das Leben anzustimmen, wie in dem Klassiker „The Good Life“. Andreas Schultz

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