Andersson Lena

Andersson, Lena: Unvollkommene Verbindlichkeiten

Andersson„Olof und Ester waren wie zwei Zahnräder. Zahnräder verwachsen nicht miteinander. Sie treiben einander lediglich an. Leider funktioniert das Ganze auch mit drei Zahnrädern, rein mechanisch geht das sogar hervorragend.“

Nichts ist komplizierter als die Beziehung zwischen Mann und Frau. Das muss auch Ester Nilssons feststellen, Mitte dreißig und von Beruf Journalistin und Dichterin. Fünf Jahre sind vergangen seit ihrer unglücklichen Liebesbeziehung mit dem Künstler Hugo Rask, und Ester hat sich vorgenommen, dass ihr so etwas nie mehr passieren wird: einen Mann zu lieben, der sich nicht festlegen und ganz zu ihr bekennen will. Dann trifft sie bei einer Theaterprobe den Schauspieler Olof und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Olof macht kein Geheimnis daraus, dass er verheiratet ist. Trotzdem trifft er Ester. Die beiden gehen eine Beziehung ein, von der Olof behauptet, es sei keine. Er hat schließlich nicht vor, seine Frau zu verlassen. Also worauf wartet Ester?

Leicht sperrige Titel, die aus der Behördensprache zu stammen scheinen, zeichnen die Literatur von Lena Andersson aus. Nach => „Widerrechtliche Inbesitznahme“ erscheint nun „Unvollkommene Verbindlichkeiten“ (im Original: „Utan personligt ansvar“). Wieder geht es um komplizierte Beziehungen und Gefühlswelten.

Anderssons erster Roman war ein sensationeller Erfolg und wurde mit dem renommierteten Literaturpreis Schwedens, dem August-Preis, ausgezeichnet. Lena Andersson lebt als Journalistin und Autorin in Stockholm, wo sie sich einen Namen als streitbarste zeitgenössische Kritikerin des Landes gemacht hat.

Verlag: Luchterhand Literaturverlag, 384 Seiten.

Andersson, Lena: Widerrechtliche Inbesitznahme

LenaEster Nilsson ist 31 Jahre alt. Sie ist Dichterin und Essayistin, eine vernünftige Person mit einer vernünftigen Beziehung. Eines Tages erhält sie den Auftrag, einen Vortrag über den Künstler Hugo Rask zu halten. Im Publikum sitzt der Meister höchstpersönlich, und danach treffen sie sich zum ersten Mal. Dieser Augenblick verändert alles. Eine auf den ersten Blick völlig harmlose, unverbindliche Kommunikation nimmt ihren Anfang, in deren Verlauf es zu einer Kette von Ereignissen kommt, die katastrophal für die liebesblinde Ester enden: „Wer verlässt, spürt keinen Schmerz. Wer verlässt, braucht nicht zu reden. Wer verlässt, ist fertig. Das ist der große Schmerz…“

Lena Andersson (geb. 1970) ist Journalistin und Autorin. Sie arbeitet als Literaturkritikerin für Svenska Dagbladet und ist Kolumnistin bei Dagens Nyheter, Schwedens größter Tageszeitung. Für „Widerrechtliche Inbesitznahme“ bekam Lena Andersson den renommiertesten Literaturpreis Schwedens, den Augustpreis, verliehen. Der Roman stand monatelang auf Platz eins der Bestsellerliste. Der bürokratisch anmutende Titel ist eng an das schwedische Origianl „Egenmägtikt förfarande“ angelehnt. Gabriela Haefs bearbeitete die Übersetzung ins Deutsche.

Luchterhand Literaturverlag, 224 Seiten.

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