Geschichte & Politik

Eine Auswahl von Büchern, die sich mit Geschichte und Politik Schwedens befassen. Du kannst sie auch direkt online bestellen.

111 Orte in Stockholm, die man gesehen haben muss

StockholmEs ist kein Zufall, dass Astrid Lindgren in Stockholm so wundervolle Erzählungen wie „Karlsson vom Dach“ und „Mio, mein Mio“ erfand. Die Stadt steckt voll spannender, tragischer, skurriler und überraschender Geschichten, die sich um ebensolche Orte ranken. Oder wissen Sie, wo das weltweit erste Gotteshaus für Moslems und Christen steht? Oder wo man die gesamte Wohnung einer Nobelpreisträgerin unter einer Bibliothek archiviert hat? Kommen Sie mit an 111 wundervolle, seltsame, immer aber originelle Orte, die selbst für Stockholmer Überraschendes bieten.

Die Autorin, Christiane Bröcker, zog 2004 aus beruflichen Gründen von Hamburg nach Stockholm. Für ein Jahr, wie sie damals dachte. Doch bis heute macht sie in dieser faszinierenden Stadt täglich aufs Neue ungewöhnliche Entdeckungen, erlebt Überraschendes wie Skurriles und begegnet interessanten Menschen. Bröcker übernahm die Recherche für dieses Buch, Texte und Fotos stammen von Babette Schröder, freie Journalistin und Übersetzerin aus Hamburg.

Birgitta von Schweden

Birgitta von Schweden, aus schwedischem Hochadel stammend und mit einem einflußreichen Landesfürsten und Reichsrat verheiratet, Mutter von acht Kindern und Hofdame der schwedischen Königin, gibt nach dem Tod ihres Mannes Familie und Heimat auf und gründet den Brigittenorden. Auf dessen Bestätigung durch den Papst, der in Avignon residiert, wartet sie nahezu ein Vierteljahrhundert in Rom. Die Biographie beschreibt anschaulich die Chancen und Grenzen der öffentlichen Wirksamkeit von mystisch begabten Frauen; die Entstehung eines überragenden schriftstellerischen Werkes kraft visionärer Ausdruckskraft; den Einfluß der bildenden Kunst in den Klöstern und Kathedralen auf die religiösen Vorstellungen der Mystikerin; die Bedeutung der Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela, Rom und Jerusalem für die Entwicklung eines christlich-abendländischen Bewußtseins. Doch Leben und Werk Birgittas sind auch ein erschütterndes Zeugnis für einen Konflikt, der das Intimleben der Menschen belastet: das kirchliche Verbot der erotisch-sexuellen Lust auch in der Ehe und selbst bei der gottgewollten Zeugung. Verängstigt und schuldbewußt suchen die Menschen deshalb ihr Heil im ehelosen Leben, in Buße, Beichte und Ablaß. Amazon

Christina von Schweden

Ein farbenreiches Zeitgemälde des 17. Jahrhunderts, der politischen, religiösen und geistigen Strömungen des Absolutismus und Barock im kontrastreichen Nord-Süd-Spannungsfeld in Europa, im Spiegel einer außergewöhnlichen Gestalt.
Die Stellung, die Christina von Schweden (1626-1689) in der europäischen Kultur während des absolutistischen Zeitalters einnahm, ist einzigartig. Ihr Schicksal hat ganze Generationen fasziniert, zum einen, weil ihr Leben so eng verbunden war mit den wichtigen politischen Entwicklungen ihrer Zeit, zum anderen durch die radikalen Entscheidungen, die sie selbst traf.Größere Gegensätze als den „barbarischen“ Norden und das hoch kultivierte Italien des 17. Jahrhunderts lassen sich in Europa kaum finden. Christina von Schweden gelang es, diese Gegensätze zu überbrücken. Mehr wissenschaftlich und künstlerisch als politisch interessiert – sie holte u.a. den französischen Philosophen Descartes und den niederländischen Rechtsgelehrten Grotius an den schwedischen Hof -, spiegelt sie die oft widersprüchlichen politischen, religiösen und geistigen Strömungen ihres Jahrhunderts wider. Sie unterstützte Künstler und Gelehrte, sammelte eine berühmte Bibliothek, begeisterte sich für die spanische Literatur und Malerei, irritierte aber ihre Umwelt durch ihr skandalumwittertes Leben, ihre Unruhe, ihre Verschwendungssucht, ihre Launenhaftigkeit, ihr Freidenkertum und ihr Liebesleben, bis sie nach kurzer Regierungszeit 1654 zugunsten ihres Vetters abdankte.Auch ihre Konversion vom lutherischen zum katholischen Glauben und ihre Übersiedlung nach Rom galten als Provokation. In Rom war sie Mittelpunkt gelehrter Kreise, gründete eine philosophische und astrologische Akademie, die unter dem Namen Arcadia noch viele Jahre nach ihrem Tod fortbestand und deren Mitglied auch Goethe war, unterhielt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Zeit sowie eine erlesene Handschriftensammlung, förderte die Musik und das Theater und machte bis zu ihrem Tod dem Beinamen einer „Minerva des Nordens“ Ehre.Verena von der Heyden-Rynsch studierte Musik, Philosophie und Romanistik, Promotion. Verlagsagentin, Übersetzerin, Herausgeberin und Autorin. Publikationen: Riten der Selbstauflösung (1982); Cioran – Wüdersprüchliche Konturen (1986); Vive la litterature (1989); Europäische Salons (1992, 3. Aufl. 1997); Belauschtes Leben (1997). Lebt in Paris und München. Amazon

Die schwedische Neutralitätspolitik: Eine Tradition und ihre Geschichtsschreibung

Neutralität besaß in Schweden lange Zeit den Status einer sicherheitspolitischen Überdoktrin, welche man weder ernsthaft infrage stellte noch kritisch diskutierte. Aus den negativen Erfahrungen eigener Hegemonialpolitik entstanden, galt sie in Schweden im 20. Jahrhundert als unangefochtener Königsweg. Doch das Image der friedlichen Nordnation wankt. Nach dem Ende der Sowjetunion wurden Aktenbestände zugänglich, die ein ganz anderes Bild zeichneten. Schwedens Neutralität war scheinbar weit weniger unumstößlich, als offiziell betont. Hatte die Regierung mit dem deutschen Nazi-Regime paktiert, um ihren Status zu halten? Eine hitzige historische Debatte begann. Ingolf Notzke analysiert das Phänomen der schwedischen Neutralität im Spiegel der Historiografie Schwedens. Dazu greift er mit den Hintergründen des Neutralitätsstrebens und dem neutralitätspolitischen Agieren Schwedens während des Zweiten Weltkrieges und Kalten Krieges exemplarisch drei Aspekte heraus. Er zeigt, wie die schwedische Geschichtsschreibung die Neutralität Schwedens darstellt, bewertet die Veränderungen im Laufe der Zeit und den Widerhall der Neutralitätsdebatte der beginnenden 1990er Jahre in Schwedens Geschichtswissenschaft.

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