Anyuru, Johannes

Anyuru, Johannes: Ein Sturm wehte vom Paradies her

sturmEin junger Mann wird in einem unterirdischen Raum irgendwo in Ostafrika vernommen. Noch vor Kurzem sollte er Kampfpilot in der ugandischen Luftwaffe werden. Doch dann, wenige Monate vor seinem Examen, kommt es in Uganda zum Staatsstreich. Idi Amin ergreift die Macht. Sein Regime wird zu einem der blutigsten des afrikanischen Kontinents werden. Und genau in diesem Moment trifft der junge Mann eine folgenschwere Entscheidung: Er wird nicht zurückkehren ins mörderische Uganda, obwohl es ihm befohlen wird. Er wird zu einem Vertriebenen, einem Flüchtling, dessen Leben auch in Schweden, wohin es ihn zum Schluß verschlägt, durch Einsamkeit und Heimatlosigkeit gezeichnet ist.

Johannes Anyuru hat einen fesselnden, berührenden Roman über seinen Vater geschrieben, – und darüber, wie ein Mensch von den Stürmen der Geschichte erfasst und gezwungen werden kann, alles zu riskieren, um dem Tod zu entfliehen. Ein wichtiges Buch, das zeigt, was manche Menschen und Flüchtlinge, die unsere neuen Nachbarn sind, wirklich erlebt und durchgemacht haben.

Anyurus Roman „Ein Sturm wehte vom Paradies her“ ist unter anderem für den schwedischen Literaturpreis „Augustpris“ nominiert worden. Er stand auf Platz der Kritikerliste von „Dagens nyheter“ und wurde bereits in sieben Sprachen übersetzt.

Luchterhand Literaturverlag, 288 Seiten.

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