Gustafsson Lars

Gustafsson, Lars: Die Tennisspieler

Eine leichthändig geschriebene und auch so zu lesende Sommergeschichte, die auf dem Campus der Universität in Austin, Texas, in den 70er Jahren, spielt. Jeden Morgen radelt Gastprofessor Gustafsson auf seiner Zehngang-Italo-Vega zum Tenniscourt, um danach sein Seminar zur Ideengeschichte des 19. Jahrhunderts und zu einigen seiner Favoriten abzuhalten – Nietzsche, Wagner, Strindberg. Als ihm ein Doktorand eine brisante These zu Strindberg liefert, läßt er das Buch eines polnischen Anarchisten (das diese These vertritt) auf dem Zentralcomputer der Luftabwehr in Texas programmieren. Was zur unfreiwilligen Folge hat, daß das System vorübergehend zusammenbricht. Diese und andere Tragikomödien aus einem glücklichen Campus-Sommer, in dem sehr viel Tennis gespielt wird, machen den Charme dieser Geschichte aus, die wie eine zarte Sommerwolke am Auge des Lesers vorbeizieht.

Gustafsson, Lars: Doktor Wassers Rezept

Doktor WasserDieser Mann ist ein Gewinner. Deshalb vertreibt er sich, gerade achtzig geworden, die Zeit mit Preisausschreiben. Vor allem aber lebt er in seinen Erinnerungen. Schon in der Schule war seine Liebe zu den Frauen größer als die zur Mathematik. Er arbeitete in einer Reifenwerkstatt und als Fensterputzer, bis er eines Morgens die Papiere eines tödlich verunglückten Motorradfahrers fand. Da verwandelte sich der junge Kent Andersson aus Schweden in Dr. Kurth Wasser, den DDR-Flüchtling und approbierten Arzt. Der ist als Schlafforscher ebenso begabt wie als Womanizer. Irgendwo zwischen Hochstapler und Glückspilz erfindet er sich immer wieder neu – und steht uns dabei vielleicht näher als wir denken.

Lars Gustafsson, 1936 geboren, ist einer der bedeutendsten Autoren Schwedens. Der Romancier, Lyriker und Philosoph lebte und lehrte lange Zeit im Ausland, u.a. an der University of Texas in Austin. Hinzu kamen mehrere Forschungsaufenthalte in Berlin, Bielefeld und Tübingen. Bei Hanser erschienen zuletzt „Das Lächeln der Mittsommernacht. Bilder aus Schweden“ (mit Agneta Blomqvist, 2013), „Der Mann auf dem blauen Fahrrad“ (Roman, 2013), der Gedichtband „Das Feuer und die Töchter“ (2014) sowie jetzt der Roman „Doktor Wassers Rezept“.

Gustafsson, Lars: Frau Sorgedahls schöne weiße Arme

„Ich brauche nicht zu verreisen. Ich bin schon da.“ – Ein Philosophieprofessor in Oxford begibt sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Und schon ist er mittendrin im Schweden der fünfziger Jahre, im vertrauten Västmanland. Beim Geschmack der Zimtbirnen, beim Duft in den Schilfbänken der Seen und vor allem bei den Frauen, die noch genauso verführerisch sind wie damals: Ingela, die Tochter des Gießers im benachbarten Sommerhaus, und Frau Sorgedahl, die einen langweiligen Mann und so schöne weiße Arme hat. Amazon

Gustafsson, Lars: Jahrhunderte und Minuten

Der große schwedische Romancier Lars Gustafsson hat sein Schreiben als Dichter begonnen und die Poesie nie verlassen. Lakonisch und klug, erzählend und mit Humor erschafft er eine Welt, in der sein quecksilbriges Denken und sein Gefühl für die Dinge eine Balance finden, in der der Leser kurz die Dauer einer Schönheit erblickt. Sein Freund und Verleger Michael Krüger hat einen Querschnitt durch Gustafssons Werk zusammengestellt, eine Sammlung von Gedichten, die von einer »Wärme und Weltvertrauen« getragen sind, »die im krassen Gegensatz steht zu all den Entwürfen der Entzauberung und des Überdrusses, die als Merkmale des modernen Gedichts gelten.«

Seite 2 von 212

© 2002 - 2018 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved