Garmarna

CDs von Garmarna

Garmarna: Guds spelemän / Gods musicians


10 Stücke; 45:30 Min.

Garmarna: Hildegard von Bingen


Seit Jahren setzt Schwedens Neofolk-Exportartikel Nummer eins auf die Verschmelzung von mittelalterlichen Instrumenten und Liedern mit High-Tech-Appeal und Dancefloor-Attitüde. Mit Hildegard von Bingen meldet sich Garmarna im Frühjahr 2001 zwar etwas verspätet, dafür aber umso lauter zum Jubiläumsjahr der Benediktinerin Hildegard von Bingen (1998 war deren 900. Geburtstag), die neben ihrer Tätigkeit als Heilkundlerin und Mystikerin auch komponierte und dichtete. Verschiedene Ensembles haben sich bereits mit den Werken der Äbtissin befasst, doch lange nicht so radikal wie Garmarna. Was vom Standpunkt des Quintetts aus durchaus konsequent angelegt ist, dürften manche puristische Freunde des Mittelalters als martialisch und rabiat empfinden: Wabernden Streicherpassagen und den Drones (dem Brummen) der Drehleier rückt Programmierer Stefan Brisland-Ferner mit wuchtigen Beats auf den Wohlklang und bereitet mit Tricks aus der Werkzeugkiste von Ambient, TripHop und Drum’n’Bass experimentierfreudigen Folkfans einiges Vergnügen. Da hoppeln die Rhythmen munter durcheinander, zuweilen ergibt der „culture clash“ eine gute Portion Spannung.
Allerdings finden die überirdisch verhallten Gesänge der Emma Härdelin nicht immer eine klare Spur: Bei dem Stück „Virga Ac Diadema“ gerät Gamarna nämlich in die Klauen des Dämonen Bombast und der haut der Kunst der Combo schwer eins aufs Auge. Als Entschädigung gibt es aber ein schönes Gesangssolo am Ende des bis auf den einen Ausrutscher ambitionierten Werks. (Quelle: amazon)
9 Stücke; 41:41 Min.

Garmarna: Vedergällningen


Große Änderungen im Hause Garmarna. „Gamen“, so heißt der Opener der 99er Scheibe, besticht durch ein sinniges und treibendes Miteinander von skandinavischer Folklore mit Drum’n’Bass und englischen Clubsounds — und so entsteht eine Mischung aus Folk und Prodigy. Hitverdächtig und packend! Natürlich leben Garmarna nach wie vor in erster Linie von der sanften, fesselnden und unvergleichlichen Stimme der kleinen Frontfrau Emma Härdelin — die sich auch als Sängerin der Folkloreband Triakel einen Namen gemacht hat. Ebenfalls in eine modernere Richtung geht das zweite des Stück des Albums „Euchari“. Danach schaltet man einen Gang zurück und setzt sein Augenmerk auf eingängige, poppige Folknummern mit gelungener Instrumentierung, nicht allzu aufdringlichen Samples (Orchester oder Hintergrundgeräusche) und gewiefter Laut-Leise-Dynamik. Fazit: Vedergällningen ist ein wichtiger und richtiger Schritt in die Zukunft einer Band, die stets mehr war als „nur“ eine gewöhnliche Folkband. (Quelle: amazon)
10 Stücke; 45:02 Min

Garmarna: Vittrad


Wer einmal von Garmarna infiziert worden ist, kommt nicht mehr davon weg. Und weil die Schweden nicht eine einzige schlechte Scheibe produziert haben, sollte man sich so nach und nach alle Veröffentlichungen dieser Folkband zulegen. So auch das 1994er Album Vittrad, das wohl das traditionellste Stück Musik des Quintetts ist. Ursprüngliche, unverfälschte Violinenklänge, Flöten, Maultrommeln, Akustikgitarren und Harfensounds erschaffen ein sehr lebendiges, authentisches Hörerlebnis ohne Kitsch und Trends. Der sprichwörtliche Zauber der Musik ist es, der hier bewegt. Man sieht vor seinem geistigen Auge große Wälder, grüne Wiesen, man hört den Wind pfeifen — eine Reise in die Natur. Auf diesem Album hat Sangeswunder Emma Härdelin noch die Stimme eine Mädchens, was dem Sound automatisch Jugend verleiht. Noch klingt alles spontan, manchmal ein wenig unausgegoren, aber immer erfrischend. Und die schwedischen Texte tun ihr übriges. Man muß kein schwedisch verstehen, allein der kantige Charme dieser Sprache tut gut.
14 Stücke; 48:07 Min.

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