Svedelid, Olov: Boten des Todes


Der Stockholmer Kommissar Roland Hassel weiß nicht, wie ihm geschieht, als er Zeuge eines Bombenanschlags auf eine Stockholmer Buchhandlung wird. Bald stellt sich heraus, dass das verheerende Attentat offenbar politische Hintergründe hat und sich gegen die kritischen Publikationen des kroatischen Exilschriftstellers Leonard Pilcic richtet. Obwohl Hassel am Tatort drei Täter gesehen hat, folgt die Polizei zunächst nur einer Spur: Sie ist auf die Fingerabdrücke eines Mannes gestoßen, der laut Polizeiakten seit mehreren Jahren tot ist. Hassel übernimmt die Ermittlungen, und bald darauf schaltet sich auch Interpol ein.
Als Hassel den Terroristen zu dicht auf den Pelz rückt, wird er selbst attackiert und schließlich auch seine Familie bedroht. Bald sieht Interpol nur noch eine Möglichkeit, um Hassel aus der Schusslinie zu holen: Man bringt seine Frau und seine kleine Tochter in Sicherheit, konstruiert seinen Unfalltod und schickt ihn mit neuer Identität und verändertem Aussehen auf die Jagd nach den Terroristen. Schritt für Schritt wird so der Gejagte zum Jäger, bis es Hassel mit seinen hartnäckigen Ermittlungen in Amsterdam, Frankfurt am Main und Berlin gelingt, die wahren Hintergründe des Falles und die Identität der Täter aufzudecken.

Fans von Schwedenkrimis werden in diesem Politthriller mit aktuellem Hintergrund weiteren Stoff für ihren Lesehunger finden. Immerhin hat es der schwedische Routinier Svedelid mit der Serie um Kommissar Hassel auf inzwischen rund 20 Krimis gebracht — davon sind in Deutschland derzeit allerdings nur vier lieferbar.

Boten des Todes ist über lange Strecken spannend und lesenswert, allerdings gerät die komplexe Geschichte um einen internationalen Verbrecherring à la Dr. Mabuse einige Male aus dem Leim. Sicher sind die Versuche, kritische Intellektuelle (wie zum Beispiel Salman Rushdie) einzuschüchtern oder auszuschalten, nach wie vor ein aktuelles und brisantes Thema. Die Hartnäckigkeit, mit der mafiose Terroristen und internationale Gangsterbanden hier versuchen, ein politisch brisantes Buch zu verhindern, wirkt jedoch ein wenig konstruiert. Dennoch ist Svedelids Triller so rasant erzählt, dass ihm diese kleinen Widersprüche nachgesehen werden können. –Christian Koch / Amazon

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