Stichwort: Andreas Johnson

Oppacher, Andreas: Deutschland und das skandinavische Modell


Der Glanz ist verflogen im Wirtschaftswunderland. Die Löhne steigen nicht mehr, die Renten verschlechtern sich von Jahr zu Jahr, die Armut wächst kontinuierlich an und macht auch nicht mehr vor dem arbeitenden Teil der Bevölkerung Halt. Das Wirtschaftswachstum hat sich merklich abgeschwächt und hängt nur noch am Tropf des Außenhandels. Im Norden Europas haben diese Veränderungen, die häufig als unausweichliche Folgen der Globalisierung dargestellt werden, so nicht stattgefunden. Auch in den skandinavischen Ländern ist die Exportwirtschaft stark, doch werden gleichzeitig hohe Löhne bezahlt. Die Beschäftigungssituation ist vergleichsweise günstig. Da außerdem Beruf und Familie dort gut vereinbar sind, ist die Teilnahme der Frauen am Arbeitsmarkt besonders stark ausgeprägt. Die Armut ist gering, das Bildungsniveau hoch und die Renten erlauben in der Regel eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Der große Unterschied: In Skandinavien wurde im Gegensatz zu Deutschland in den vergangenen 25 Jahren kein radikaler Abbau des Sozialstaats betrieben. Noch immer sorgt dort ein starker Staat für eine stabile Binnenkonjunktur und fördert Wohlstand und Wirtschaftswachstum. Für viele unserer drängenden Probleme bieten die nordischen Länder Lösungen und Anregungen. Der Autor legt erstmalig im deutschen Sprachraum eine vergleichende Analyse der Wirtschafts- und Sozialpolitik in Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland vor, die auch für Einsteiger in dieses Thema geeignet ist. Zahlreiche grafische Darstellungen erhöhen die Anschaulichkeit der Analyse. Amazon

Johnson, Andreas: Liebling

Andreas Johnson macht auf der Singleauskopplung Glorious bereits nach wenigen Tönen klar, was seine musikalische Leibspeise ist: Man hat seine Musik mit Verve verglichen, mit U2 gar (nur weil das Intro zu Patiently an With Or Without You erinnert? Etwas mehr Mühe, bitte). Nein, zweifelsohne hat er aus der Plattensammlung seiner musikbegeisterten Eltern im heimischen Stockholm das Weiße Album und Revolver von den Beatles entwendet. Hieraus hat sich Klein-Andreas die Rezeptur für seine Musik zusammengemixt. Lennonesker, nasal-verschliffener Gesang, „indische“ Streicherarrangements, die den Songs eine psychedelische Qualität verleihen und geschmackvollste Gitarrensounds. Man höre nur das großartige Safe From Harm, mit seiner wunderschönen Harrison-artigen Gitarrenfigur. Auf einem Song wie dem träumerischen Should Have Been Me glaubt man sogar, die Melancholie eines Al Stewart herauszuhören. (Year Of The Cat, Ihr erinnert Euch?)
Neid! Irgendwie haben diese Schweden ein Händchen in Sachen international vermarktbarer Popmusik. Davon können wir nur träumen. Was der 1970 geborene Andreas Johnson auf Liebling — wie er zu dem Titel kam, ist unerforschlich — an zeitgemäßem Gitarrenpop hinlegt, kann sich durchaus mit den besten Britpopbands messen. –Ravi Unger / Amazon

1. Glorious 3:27
2. People 4:13
3. The games we play 3:50
4. Do you believe in heaven 4:19
5. It should have been me 4:27
6. Breathing 3:22
7. Patiently 3:55
8. Spaceless 3:52
9. Please (do me right) 3:48
10. Safe from harm 4:17
11. Unbreakable 2:58

Johnson, Andreas: Deadly happy

Man sieht es vielleicht schon an der extrem gewollten Frisur des Künstlers: Hier soll’s um Britpop gehen. Und so unzweideutig wie der Haarschnitt dann auch die Songs. Grundsolide inspiriert von Oasis und den Beatles – oder bei Suede einfach dreist geklaut („The Pretty Ones‘) – besonders aufregend wird das im Ergebnis nicht. Beim 2000er-Hit „Glorious‘ konnte man das abgeschmackte Nachmachen vielleicht gerade noch mal tolerieren, denn im Prinzip war der Song ja nicht schlecht. Ein zweites Album nach dem selben Verfahren aber geht echt zu weit. Dass „Shine‘, die neue Single des Schweden Johnson, der Titelsong der deutschen Komödie „666 – Traue Keinem Mit Dem Du Schläfst‘ ist, das passt. Denn auf dem Soundtrack veröffentlicht auch der Schauspieler und Sänger Jan-Josef Liefers seinen neuen Song. Und auch Liefers leiht sich ja ganz unverfroren nicht nur die Posen, sondern neuerdings auch den Songwriter Nummer eins des M.O.R.-Britpops, Guy Chambers. Besser wird der unambitionierte Altmänner-Rock davon nicht. Es ist eben auch mit den richtigen Vorbildern ganz einfach, die komplett falsche Musik zu machen. Liefers wird wahrscheinlich nie begreifen, dass das alles viel zu leicht zu durchschauen ist. Und vermutlich interessiert es auch den Schweden Johnson kaum, dass seine Musik einfach nur von gestern ist. Wie freudlos.
Cathrin Haller / Intro – Musik & so / Amazon
mehr unter www.intro.de

1. Shine
2. End of the world
3. Waterfall
4. The greatest day
5. Brand new thing
6. Spirit of you
7. Great undying love
8. Deadly happy
9. The pretty ones
10. This time
11. Make me beautiful
12. My love (Song For A Butterfly)
13. Starcrossed
14. Keine Titelinformation (Data Track)

© 2002 - 2016 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved