Stichwort: DVD

Hotet – Eiskalte Bedrohung (eigentlich: „Die Bedrohung“) (DVD)


Computerexperte Lasse Brunell arbeitet für die Luftwaffe im nordschwedischen Vidsel. Seine Aufgabe ist es, eine neue Software zu entwickeln, durch die Kampfjets auf dem gegnerischen Radar nicht zu sehen sind. Sicherheitsoffizier Haglund bekommt den Auftrag, die Geheimhaltung des Projektes zu kontrollieren. Der knallharte Haglund und der linkische Brunell sind sich sofort unsympathisch. Haglund verdächtigt Brunell sogar, hinter einem kürzlich verübten Sabotageakt zu stehen. Natürlich interessieren sich ausländische Geheimdienste für das neue Verteidigungssystem und versuchen, an die Software zu gelangen. Ein brutaler osteuropäischer Agent schafft es, an Brunell heran zu kommen und bedroht ihn und seine Familie. Wird Brunell geheime Informationen seines Landes verraten, um das Leben seiner Familie zu schützen?

Der Film ist interessant für alle, die sich für Luftwaffentechnik, Militär und Spionage interessieren. Geboten wird das ganze vor der atemberaubenden Kulisse der verschneiten Natur Nordschwedens. Der Film ist ein richtiger Militärthriller und teilweise recht brutal. Den Tiefgang lässt er ein kleines bisschen vermissen, aber hier sind wir von schwedischen Filmen eben einfach verwöhnt. Sehenswert!

Mit Shanti Roney, Stefan Sauk, Dejan Cukic, Axel Zuber, Peter Haber, Peter Franzén, Maria Bonnevie
2004, Regie: Kjell Sundvall

(Autor: Annette Biemer)

Himlens Hjärta – Das Himmelsherz (DVD)


Susanna und Lars sind seit zwanzig Jahren verheiratet. Die beiden lieben sich, sind glücklich und erfolgreich. Ähnlich sieht es bei ihren Freunden Ann und Ulf aus. Auch sie sind lange verheiratet und erfolgreich, wobei es in ihrem Liebesleben einige Probleme gibt. Als sich die vier eines Abends zum Essen treffen, erzählt Susanna von einem Kollegen, der untreu war. Daraufhin entwickelt sich eine Diskussion, die alle vier zutiefst verstört und die ihre Ehen ins Wanken geraten lässt.

Der Film besteht ausschließlich aus Gesprächen, die die vier Beteiligten miteinander oder auch zu zweit führen. Handlungen oder Szenen darüber hinaus gibt es nicht. Die dadurch für den Betrachter entstehende Enge macht aus Himlens Hjärta keinen leichten Film. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, verfolgt man gefesselt jede Gefühlsregung, jede kleine Veränderung der Personen und ihrer Beziehung zueinander.

Zweifelsohne ist der Film eine große Herausforderung für die Schauspieler. Es wundert also nicht, dass der dänische Kultregisseur sein Projekt mit vier der besten schwedischen Darsteller verwirklicht hat. Für alle, die mit Hilfe von Filmen Schwedisch lernen: Der Film ist ein Schmankerl für Fortgeschrittene. Da es keine Möglichkeit gibt, anhand von Handlungen zu verstehen worum es geht, ist man ganz auf die Dialoge, sprich auf die Sprache, angewiesen.

Mit Mikael Persbrandt, Lena Endre, Maria Lundqvist und Jakob Eklund.
2008, Regie: Simon Staho

Hela härligheten (DVD)


Die ganze Herrlichkeit : Der introvertierte Lehrer Torsten ist 42 und noch immer Jungfrau. Heimlich ist er in Vivianne verliebt, die im Supermarkt an der Kasse sitzt. Anonym schreibt er der allein erziehenden Mutter Liebesbriefe. Eines Abends muss er mit ihr über ihren Sohn, der bei ihm in die Klasse geht, reden. Er ist schrecklich nervös und malt sich genau aus, was er sagen will und wie. Schließlich gesteht er ihr in seiner Aufregung seine Liebe, doch alles geht schief. Aus Verzweiflung betrinkt er sich und irrt durch die Straßen.

Viviannes Kollegin Berit lebt mit dem cholerischen, egozentrischen Polizisten Glenn und ihrer pflegebedürftigen Mutter zusammen. Nach einem Streit verlässt Glenn das Haus und sammelt Vivianne, die gerade von ihrem Gespräch mit Torsten kommt, mit seinem Auto auf und vergewaltigt sie. Alle halten Torsten für den Schuldigen. Für ihn beginnt in der kleinen Stadt ein wahres Spießrutenlaufen.

Hela härligheten ist eine Tragikkomödie, die den Namen verdient, denn Torsten ist wirklich eine tragische Figur. Keiner hätte diese Rolle besser ausfüllen können als Tomas von Brömssen. Den armen Lehrer trifft es wirklich schlimm und trotzdem muss man ihn belächeln. Mikael Persbrandt hingegen verkörpert wieder einmal gekonnt den egoistischen Glenn, der ein unsympathisches Ekel ist, aber dennoch für entsprechende Lacher sorgt. Für ihre Rolle als Berit wurde Ia Langhammer mit dem Guldbagge für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet. Herausragend sind die schwarz-humorigen Szenen in denen Berits Mutter beim Füttern fast erstickt und Glenn wegen eines Hausbrands aus der Dusche fliehen muss (siehe Cover).

Für alle die schwedische Komödien mögen, ist Hela härligheten ein Muss!
Mit: Tomas von Brömssen, Mikael Persbrandt, Anna Wallander, Ia Langhammer.
1998, Leif Magnusson.

(Autor: Annette Biemer)

Heartbreak Hotel (DVD)


‚Heartbreak Hotel‘ kam in Deutschland unter dem leider schlecht abgekupferten Titel ‚Schwedisch für Fortgeschrittene‘ in die Kinos.
Glücklicherweise kommt der Film um so aufgedrehter, ausgelassener und fröhlicher daher. Eigentlich sieht alles gar nicht nach Freundschaft aus. Lautstark geraten sich die temperamentvolle Gynäkologin Elisabeth und die spröde Politesse Gudrun nach einer Strafzettelvergabe in die Haare. Doch der Zufall lässt die Frauen wieder aufeinander treffen. Gudrun absolviert ihren ersten Besuch bei einer Frauenärztin – und gerät prompt an Elisabeth. Die beiden ungleichen, geschiedenen Frauen entdecken ihre Freundschaft. Elisabeth lehrt Gudrun, was es heißt, zu leben. Fortan macht das tanzende, trinkende und männerjagende Duo die Discos der Stadt unsicher.

Zum brüllen komisch ist die Szene in der Gudrun, gespielt von Maria Lundqvist, ihre erste gynäkologische Untersuchung über sich ergehen lässt. Tränen lachen kann man auch als sie und Elisabeth, dargestellt von Helena Bergström, betrunken von der Polizei auf der Straße aufgegriffen werden.

2006, Regie: Colin Nutley.

(Autor: Annette Biemer)

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