Stichwort: Gunnar

Mäklarna (DVD)


Die Makler: Immobilienmakler Kaj ist ein ein notorischer Lügner, Angeber und Schmarotzer, der sich auf Kosten anderer durchs Leben mogelt. Doch dann kommt der Tag an dem er die Retourkutsche bekommt. Er verliert seinen Job und wird von seiner Frau, die endgültig genug von seinem Egoismus hat, vor die Tür gesetzt. Ohne Dach über dem Kopf und ohne ausreichend Geld auf dem Konto wendet er sich an den alten Immobilienmakler Gunnar, der ihm anbietet, ihm aus der Patsche zu helfen. Doch Gunnar knüpft eine Forderung daran: Kaj bekommt die Hälfte des Büros, muss aber Tochter Vilma ins Unternehmen aufnehmen und ihr das Geschäft von der Pike auf beibringen. Vilma sieht zwar gut aus, ist jedoch nicht gerade eine Blitzdenkerin und auch ansonsten äußerst unbeholfen. Die Tatsache dass Kaj selbst nichts im Griff hat, lässt dieses Unterfangen also äußerst schwierig werden. Als Gunnar stirbt, bleibt ihm aber nichts anders übrig, als sich der Aufgabe zu stellen. Er möchte zurück zu seiner Frau, doch die hat endgültig die Nase voll von ihm. So muss er im Büro übernachten und vergammelt zusehends. Dass er sich in dieser Lage auch noch um die schusselige Vilma, die sich voller Elan ins Geschäft stürzt, kümmern muss, macht das Chaos der beiden Looser perfekt.

Mäklarna ist zum Piepen komisch! Kjell Bergqvist gibt gekonnt das Ekelpaket Kaj. Er schnorrt sich durch, lügt, schmarotzt, hat eine große Klappe, ist ungepflegt und lässt sich gehen. Dass er dafür immer eine Retourkutsche bekommt, lässt ihn zu einem Widerling werden, den man sich einfach gerne anschaut. Die chaotische Vilma, gespielt von Cecilia Frode, steht ihm mit ihrem Schoßhündchen nur wenig nach.

Mäklarna zieht sich über 2 x 6 Folgen. Ein rundum empfehlenswerter Spaß! Um Kaj und Vilma zu mögen muss man kein eingefleischter Fan von Schwedenkomödien sein. Mäklarna wird jedem gefallen!
2006, Regie: Marcus Olsson, Jesper Andersson

(Autor: Annette Biemer)

Lindgren, Astrid: Das entschwundene Land


Am 14. November 2002 wäre Astrid Lindgren 95 Jahre alt geworden, und vielleicht hätte diese erste Taschenbuchausgabe ihrer autobiographischen Geschichten sie erfreut. Gewiß erfreuen wird unser Geburtstagsbuch aber ihre millionenfache Leserschaft, wenn die Autorin sie in ›Das entschwundene Land‹ entführt, in das Land ihrer glücklichen Kindheit.
Und nicht die kleine Astrid Anna Emilia Ericsson steht da im Mittelpunkt, sondern die unglaublich schöne Liebesgeschichte ihrer Eltern und ihr Leben im kargen Småland im Süden Schwedens. Dann wurden die Kinder geboren: Gunnar, Astrid und Stina und Ingegerd. Auf dem Pachtpfarrhof herrscht reges Treiben und Natur pur und die Kleinen sind mittendrin: zwischen Mägden und Knechten, Armenhäuslern und Landstreichern.

Und als Astrid etwa fünf Jahre alt ist, bekommt sie in einer kleinen Häuslerküche das Märchen vom Riesen Bam-Bam und der Fee Viribunda vorgelesen – eine neue Welt tut sich auf, die Welt der Bücher, die Welt der Phantasie. Woher sie später ihre Einfälle nahm für Pippi, Pelle oder Michel? Aus ihrem Land der Kindheit, das entschwunden, aber unvergeßlich war.
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