Stichwort: Krieg und Liebe

Eriksson, Erik: Das brennende Meer – eine schwedische Familiensaga

Brennende_MeerIn Erik Erikssons neuem Buch bildet die Küste Roslagens den Hintergrund für eine breit angelegte Familienchronik in vier Bänden, die Anfang des 19. Jahrhunderts bei der jungen Magd Johanna beginnt. Sie ist ein fleißiges und kluges Mädchen, das im Alter von 14 Jahren ihr Zuhause verlässt, um in der Postmeisterei von Grisslehamn als Magd zu arbeiten. In einer elenden Hütte in Byholma lässt sie ihre alleinstehende Mutter, ihren kleinen Bruder und zwei dem Alkohol verfallene Onkels zurück. Der Dienst in der Küche des Posthauses bringt Johanna eine Welt nahe, die weniger von Armut geprägt ist. Neue Möglichkeiten eröffnen sich für das Mädchen, neue Freundschaften und auch eine erste Liebesbeziehung. Kristoffer ist ein junger Soldat, der in Grisslehamn stationiert ist, ihre gemeinsame Zeit jedoch ist kurz. Draußen in der Welt herrscht Napoleon und Kristoffer muss gegen die Russen auf der anderen Seite des Åländischen Meeres kämpfen. Der Roman zeichnet den Krieg aus der Perspektive der Frau, geprägt vom ständigen Warten und von der Angst. Trotzdem vermittelt der Roman Hoffnung. Johanna lernt die Kunst der Telegraphie, sie und Kristoffer entwickeln eine geheime Sprache, mit der sie sich über das Meer hinweg verständigen können. Der historische Roman vermittelt ein breites Bild sowohl vom Krieg und der Politik als auch vom schwedischen Alltag während des frühen 19. Jahrhundert eine spannende und bewegende Mischung aus Liebesgeschichte und Historie.

Band 1 „Krieg und Liebe“,

Oktober-Verlag (493 Seiten).

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