Stichwort: Lars Gustafsson

Gustafsson, Lars: Doktor Wassers Rezept

Doktor WasserDieser Mann ist ein Gewinner. Deshalb vertreibt er sich, gerade achtzig geworden, die Zeit mit Preisausschreiben. Vor allem aber lebt er in seinen Erinnerungen. Schon in der Schule war seine Liebe zu den Frauen größer als die zur Mathematik. Er arbeitete in einer Reifenwerkstatt und als Fensterputzer, bis er eines Morgens die Papiere eines tödlich verunglückten Motorradfahrers fand. Da verwandelte sich der junge Kent Andersson aus Schweden in Dr. Kurth Wasser, den DDR-Flüchtling und approbierten Arzt. Der ist als Schlafforscher ebenso begabt wie als Womanizer. Irgendwo zwischen Hochstapler und Glückspilz erfindet er sich immer wieder neu – und steht uns dabei vielleicht näher als wir denken.

Lars Gustafsson, 1936 geboren, ist einer der bedeutendsten Autoren Schwedens. Der Romancier, Lyriker und Philosoph lebte und lehrte lange Zeit im Ausland, u.a. an der University of Texas in Austin. Hinzu kamen mehrere Forschungsaufenthalte in Berlin, Bielefeld und Tübingen. Bei Hanser erschienen zuletzt „Das Lächeln der Mittsommernacht. Bilder aus Schweden“ (mit Agneta Blomqvist, 2013), „Der Mann auf dem blauen Fahrrad“ (Roman, 2013), der Gedichtband „Das Feuer und die Töchter“ (2014) sowie jetzt der Roman „Doktor Wassers Rezept“.

Gustafsson, Lars: Das Feuer und die Töchter

FeuerZeitgenössische Dichtung aus Schweden schreibt Lars Gustafsson, ein in den Augen der Kritik „gelassener Zauberer des Alltags“. In seinen Gedichten wird das Alltägliche besonders, das Unbelebte lebendig, das Abstrakte konkret: Das Eisen verlangt danach, Rost zu werden, und die Bücher beginnen miteinander zu reden. Und ein Hobel kann sich erinnern:

„Unter der Oberfläche der Dinge
verbirgt sich nichts anderes
als die Oberfläche der Dinge.
So lange wie etwas
von den Dingen übrig bleibt,
ist es Oberfläche. Nichts anderes.“

Ins Deutsche übertragen von Verena Reichel und Barbara M. Karlsson.

Carl Hanser Verlag, 104 Seiten.

Das Lächeln der Mittsommernacht

Lars Gustafsson und seine Frau Agneta Blomqvist haben ein persönliches und zugleich nützliches Reisebuch über Schweden geschrieben. Vom äußersten Süden bis hinauf nach Norrland führt ihre Reise, von den schonischen Bauern bis zu den Lappen. Der Schwerpunkt aber liegt dort, wo sie zu Hause sind: an einem Fjord in Bohuslän, in Västmanland, am Mälarsee und in Stockholm. So vielseitig wie ihre Interessen, so abwechslungsreich sind ihre Ausflüge – in die schwedische Geschichte und in eine berühmte Bäckerei, in die Wälder und Moore, zum Beeren und Pilze sammeln, zu Elchen und Wölfen, zu Strindberg und an das Grab von Tucholsky. Kenntnisreich, liebevoll und poetisch – ein Buch zum Sehnen, ein „must have“ für alle Schweden-Fans.

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 160 Seiten

Gustafsson, Lars u. a.: Alles, was man braucht – Ein Handbuch für das Leben

Was wissen Sie über elektrische Fische, Kriminalromane und „Anfang und Ende der Zeit“? Lars Gustafsson und seine Frau Agneta Blomqvist aus Schweden haben ihr eigenes, höchst subjektives Handbuch für das Leben geschrieben, das Persönliches, Biologisches und Literarisches, Kurioses und Kulinarisches vereint. Mal ernsthaft, mal ironisch geben sie Antworten auf alle Lebensfragen. Ein Sammelsurium seltsamen und nützlichen Wissens, von dem Sie bisher nicht ahnten, wie dringend Sie es brauchen werden.

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