Stichwort: Lars Gustafsson

Gustafsson, Lars: Der Dekan

Spencer C. Spencer, Professor der Philosophie und im Büro des Dekans tätig, ist geflohen. In einer heruntergekommenen Pension am Rande der Wüste notiert er die unerhörten Begebenheiten der letzten Jahre. Es geht um Mary Elizabeth, die einen modernen Faust schreiben will, um verschwundene Schriftsteller, um erhängte Universitätspräsidenten und um Leben und Tod. Ein philosophischer Thriller: spannend, intelligent und komisch.


Gustafsson, Lars: Die Tennisspieler

Eine leichthändig geschriebene und auch so zu lesende Sommergeschichte, die auf dem Campus der Universität in Austin, Texas, in den 70er Jahren, spielt. Jeden Morgen radelt Gastprofessor Gustafsson auf seiner Zehngang-Italo-Vega zum Tenniscourt, um danach sein Seminar zur Ideengeschichte des 19. Jahrhunderts und zu einigen seiner Favoriten abzuhalten – Nietzsche, Wagner, Strindberg. Als ihm ein Doktorand eine brisante These zu Strindberg liefert, läßt er das Buch eines polnischen Anarchisten (das diese These vertritt) auf dem Zentralcomputer der Luftabwehr in Texas programmieren. Was zur unfreiwilligen Folge hat, daß das System vorübergehend zusammenbricht. Diese und andere Tragikomödien aus einem glücklichen Campus-Sommer, in dem sehr viel Tennis gespielt wird, machen den Charme dieser Geschichte aus, die wie eine zarte Sommerwolke am Auge des Lesers vorbeizieht.

Gustafsson, Lars: Jahrhunderte und Minuten

Der große schwedische Romancier Lars Gustafsson hat sein Schreiben als Dichter begonnen und die Poesie nie verlassen. Lakonisch und klug, erzählend und mit Humor erschafft er eine Welt, in der sein quecksilbriges Denken und sein Gefühl für die Dinge eine Balance finden, in der der Leser kurz die Dauer einer Schönheit erblickt. Sein Freund und Verleger Michael Krüger hat einen Querschnitt durch Gustafssons Werk zusammengestellt, eine Sammlung von Gedichten, die von einer »Wärme und Weltvertrauen« getragen sind, »die im krassen Gegensatz steht zu all den Entwürfen der Entzauberung und des Überdrusses, die als Merkmale des modernen Gedichts gelten.«

Gustafsson, Lars: Der Tod eines Bienenzüchters

Dies ist die Geschichte des früh pensioniertenVolksschullehrers Lars Lennart Westin, der einzelgängerisch in einem kleinen Holzhaus im nördlichen Västmanland wohnt. In seinen Notizbüchern beschreibt er die Natur, sein Denken und Leben in ihr. Außerdem hat er sich dreißig Bienenvölker zugelegt. Seit dem Frühjahr fühlt er sich unbehaglich, etwas Krankes ist in ihm, er ahnt, dass es um Leben und Tod gehen könnte, bevor es Herbst wird. Beim Federballspiel mit seinen Kindern aus geschiedener Ehe, die ihn in den Sommerferien besuchen, durchschießt ihn ein Schmerz, der, so meint er zunächst, von einer Zerrung der Rückenmuskulatur herrührt: „Aber gibt es einen Hexenschuss, der so verdammt weh tut, daß man davon einen Blutgeschmack im Mund kriegt?“ Lars Lennart Westin beginnt, mit den Schmerzen umzugehen, mit ihnen zu leben, sie zu integrieren. An den beschwerdefreien Tagen macht er lange Spaziergänge mit seinem Hund, und er erinnert sich, wandert in seinen Notizen zurück zu entscheidenden Phasen in seinem bisherigen Leben, betrachtet sie neu und erzählt von Ehe, Liebe,Kindheit …

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