Stichwort: Lasse Åberg

Sällskapsresan (DVD)


,Sällskapsresan’ (1980) ist eine Parodie auf die schwedischen Pauschalurlauber der 70-er Jahre. 2 1/2 Millionen Kinobesucher machten den Film zu einem einmaligen Ereignis der schwedischen Filmgeschichte, auch wenn die Kritiken überwiegend negativer Natur waren.

‚Sällskapsresan‘ spielt mit allerlei Klischees über typisch schwedische Touristen – etwa die übersensible Knalltüte mit Socken in den Sandalen, reife Frauen, die sich im Urlaub amüsieren wollen und sich jünger benehmen, als sie es sind, und natürlich die unvermeidlichen Suffköpfe, die allen Röcken hinterherschauen.

Im Film begegnet dem Zuschauer zum ersten Mal der Antiheld mit dem unmöglichen Namen Stig-Helmer Olsson (wenngleich er im Film ‚Repmånad‘in Helge Jonsson bereits einen Vorläufer hat). Dieser will trotz Flugangst im Rahmen eines Pauschalurlaubs zum allerersten Mal ins Ausland fliegen: nach Gran Canaria. Um seine Flugangst zu überwinden, geht er zu einem Arzt, der ihn jedoch austrickst und ihn in einem Weihnachtsgeschenk, das ihm mitsamt seinem Gepäck aber abhanden kommt, Geld für einen Hauskauf zu einer „Tante“ schmuggeln lässt.
Stig-Helmer, der immer das Falsche sagt, freundet sich schon am Flughafen mit dem durchgeknallten Norweger Ole Bramserud an und die beiden werden zu einem unzertrennlichen Duo. Zusammen mit den Trunkenbolden Berra und Robban, die den ganzen Film über Pepes Bodega suchen, weil man dort Achtzigprotzentigen in Weinflaschen bekommen soll, sorgen sie für so manchen Lacher.

Lasse Åberg, der selbst in die Rolle der Hauptfigur Stig-Helmer Olsson schlüpfte, ist mit diesem Film ein nationales Monument gelungen. Für alle Schwedeninteressierten ist ’Sällskapsresan’ absolute Pflicht und eine Lektion in Sachen schwedischer Humor.

1980, Drehbuch und Regie: Lasse Åberg

Mit: Lasse Åberg, Jon Skolmen, Sven Melander, Weiron Holmberg

(Autor: Björn Kohlhepp)

Repmånad (DVD)


‚Repmånad’ ist die erste einer ganzen Reihe von Komödien ähnlicher Machart des Regisseurs Lasse Åberg (im Jahr darauf folgte der noch größere Erfolg ,Sällskapsresan’). Obwohl die Kritiker den Film nicht gerade hochjubelten, zog er etwa 1 1/2 Millionen Besucher ins Kino und genießt bis heute Kultstatus.

Fernmeldetechniker Helge Jonsson, Sohn einer äußerst fürsorglichen Mutter, wird ins Manöver der Reservisten einberufen. Dort trifft er auf seine alten Wehrdienstkumpels Lövgren, Tallroth, Gurkan, Öberg und den Chef der Truppe, Larsson. Die Journalistin Bea will, getarnt als Kantinenangestellte, über die Wehrübung eine Reportage schreiben und verguckt sich in den schüchternen Jonsson. Die Übungen werden von Lövgren und Tallroth bald torpediert, da diese sich mehr für die holde Weiblichkeit interessieren, lieber im nahegelegenen Hotel tanzen und auf Delikatessen aus sind, die man nicht gerade in der Feldküche bekommt.

Die wohl bekannteste Szene ist diejenige, als die eigenwillige Truppe in einem LKW, den sie mit Farbe eigenhändig als „Helikopter“ gekennzeichnet hat, über eine Brücke fährt, die – obgleich intakt – die Führung aus Manövergründen als gesprengt hat markieren lassen.

Die Figur Jonsson ist ein deutlicher Vorläufer von Stig-Helmer Olsson und die Figur Tallroth ist fast identisch mit Robban in Sällskapsresan.

1979, Regie: Lasse Åberg, Drehbuch: Lasse Åberg, Bo Jonsson, Lars Molin
Mit: Lasse Åberg, Janne Loffe Carlsson, Ted Åström

(Autor: Björn Kohlhepp)

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