Stichwort: Leif Lindblom

Solstorm – Sonnensturm (DVD)


Viktor Strandgård, der charismatische Prediger einer Freikirche im nordschwedischen Kiruna, wird ermordet in seiner Kirche aufgefunden. Der Täter hat ihm beide Hände abgehackt. Völlig aufgelöst ruft Sanna, seine Schwester, bei Rebecka an. Die war einst mit beiden befreundet, hat aber ihre Heimatstadt verlassen und arbeitet jetzt als Juristin in Stockholm. Als Rebecka in Kiruna eintrifft, kommen ihre eigenen traumatischen Erlebnisse wieder hoch. Sie sieht sich den alten Bekannten gegenüber: Den religiös verblendeten Eltern von Viktor und Sanna, Sannas Freund und schließlich dem geheimnisvollen Leiter der Freikirche, Thomas, in dessen Bann sie einst selbst geraten war. Alle Indizien führen die Polizei zu Sanna. Sie nimmt ihre Verhaftung voller Hoffnungslosigkeit als gottgegebenes Schicksal hin. Rebecka will ihr helfen und verhindern, dass ihre beiden Töchter in die Obhut der Großeltern geraten. Doch überall stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Niemand will Sanna helfen. Alle verbergen sich hinter ihrer Religiosität. Sannas Töchter scheinen etwas zu wissen, vertrauen sich Rebecka aber nicht an. Mehrmals steht sie kurz davor, aufzugeben und in der Kanzlei wird sie dringend gebraucht. Doch das Schicksal Sannas und ihrer Kinder sowie ihre eigene Vergangenheit lassen sie nicht mehr los. Durch ihre Hartnäckigkeit begibt sie sich in Lebensgefahr und entdeckt schließlich das wahre Motiv des Ritualmordes an Viktor.

Solstorm wurde nach dem Erfolgsroman von Åsa Larsson gedreht und ist ein echter Thriller. Ein bisschen mehr Tempo hätte er vertragen können, dennoch ist die Geschichte geschickt aufgebaut und packend umgesetzt. Die Charaktere wurden mit Topp-Schauspielern besetzt und auch die beiden Kinder sind besonders zu erwähnen. Solstorm ist ein guter Thriller um eine religiös-fundamentalistische Gemeinde. Nicht zu verachten sind die atemberaubenden Aufnahmen der winterlichen Kulisse im nordschwedischen Kiruna. Sehenswert!

2008, Regie: Leif Lindblom
Mit: Izabella Scorupco, Mikael Persbrandt, Jakob Eklund, Krister Henriksson, Suzanne Reuter.

(Autor: Annette Biemer)

Mannen som log – Der Mann, der lächelte (DVD)


Anwalt Gustaf Torstensson ist nachts mit seinem Wagen unterwegs, als plötzlich eine afrikanische Holzskulptur mitten auf der einsamen Landstraße steht und ihn zum Halten zwingt. Am nächsten Tag wird er tot in seinem Wagen aufgefunden. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch sein Sohn Sten, ebenfalls Anwalt in der Kanzlei, glaubt nicht daran. Er bittet seinen alten Bekannten, Kommissar Kurt Wallander, um Hilfe. Doch wie alle anderen tut auch der sich schwer, an einen Mord zu glauben. Erst als auch Sten tot, mit durchschossenen Augen, in der Kanzlei aufgefunden wird, werden beide Fälle untersucht.

Mittlerweile hat Wallander an mehreren Fronten zu kämpfen. Die Anzeige einer stadtbekannten Nutte gegen ihn dominiert nicht nur die Schlagzeilen, sondern gefährdet auch seine Beziehung zu Freundin und Kollegin Maja. Das Amt für Wirtschaftskriminalität steuert schließlich den Hinweis bei, dass die Kanzlei Torstensson unter dem Verdacht stand, in dubiose Geschäfte verwickelt zu sein. Zwei kriminelle Litauer sollen sich in der Gegend aufhalten. Die Polizei konzentriert sich auf die beiden Männer, doch Wallander ist die Sache zu einfach. Im Laufe der Ermittlungen wird ein perfider Mordanschlag auf die Kanzleisekretärin Dunér verübt, dem aber nicht sie, sondern ihre Katze zum Opfer fällt. Frau Dunér ist nun zur Kooperation bereit. Eine heiße Spur führt zu dem Millionär Alfred Hardenberg, der mit seiner eiskalten Tochter Kristina ein lukratives Unternehmen betreibt und der einzige Klient der Kanzlei Torstensson war. Die Anschläge reißen nicht ab. Mit was handelt Hardenberg wirklich?

„Mannen som log“ ist der vierte Roman von Kultautor Henning Mankell, der mit Rolf Lassgård in der Hauptrolle verfilmt wurde. Die Geschichte ist, wie könnte es anders sein, sehr spannend. Allerdings hätte man bei der filmischen Umsetzung durchaus ein bisschen mehr auf Spannung und Gänsehauteffekt setzen können, so wie es das Buch vorgemacht hat.

Mit Rolf Lassgård, Marie Richardson, Melinda Kinnaman, Christer Fant.

2003, Regie: Leif Lindblom.

(Autor: Annette Biemer)

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