Stichwort: Lia Boysen

Sök (DVD)


Karrierefrau Lisa ist 38 und ihre biologische Uhr tickt. Nach einigem Zögern entschließt sie sich daher, es mit einer Internetanzeige zu versuchen: Jugendliche, sinnliche Krankenschwester sucht Partner. An Dates mangelt es nicht, doch bei den meisten Männern, die erscheinen, wird sofort klar, dass sie ganz andere Absichten haben als erhofft. Schmerzlich muss Lisa feststellen, dass sich selbst jene, die zu Beginn ihre Schokoladenseite zeigen, früher oder später als Mistkerle entpuppen. Als sie fast schon die Suche nach dem Richtigen aufgeben will, stellt sie fest, dass das Glück ganz nahe liegt …

Lisas einzelne Dates und die Charaktere der jeweiligen Männer sind köstlich dargestellt, aber dennoch nicht überzogen. Amanda Ooms passt prima in die Rolle der Lisa. Auch die anderen Charaktere sind mit den richtigen Leuten besetzt. Sök ist ein schöner Film, den jeder, der gerne schwedische Liebesgeschichten mit Zeitgeist mag, gesehen haben sollte. Interessant ist auch die Entstehung: Maria von Heland begann ihr Filmprojekt ohne Budget und ohne Drehbuch. Was heraus gekommen ist kann sich sehen lassen!

2006, Regie, Drehbuch und Produktion: Maria von Heland,
mit Amanda Ooms, Lia Boysen, Mikael Persbrandt.

Falk 2 – Livvakterna (DVD)


Livvakterna
(Weitere Titel: Executive protection – die Bombe tickt, Protection – mit tödlicher Sicherheit)

Kommissar Johan Falks Freund Sven Persson betreibt ein Textilunternehmen das auch in Estland produziert. Plötzlich wird Persson von Schutzgelderpressern bedroht, die es sogar schaffen, ihm in Estland den Strom abzustellen. Daraufhin bekommt er Kontakt zu Nikolaus Lehmann, einem Sicherheitsexperten und ehemaligen Stasi-Mitarbeiter, der sich auf solche Fälle spezialisiert hat und verspricht, ihm zu helfen. Dafür verlangt er einen Anteil an Perssons Gewinn. Tatsächlich kann Persson sofort, nachdem er einen Vertrag mit Lehmann abgeschlossen hat, die Produktion wieder aufnehmen. Doch die Methoden Lehmanns schockieren ihn zutiefst. Denn der schreckt offensichtlich auch vor Mord nicht zurück.

Persson will sich daraufhin aus dem Vertrag zurück ziehen, doch so leicht lässt sich Lehmann nicht abspeisen. Vielmehr fordert er nun sogar einen Anteil am Unternehmen. Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, bedroht er massiv Persson und seine Familie. Der weiß sich nicht anders zu helfen, als seinen Freund Johan Falk zur Hilfe zu rufen. Der ist seit seinen Verfehlungen (siehe Noll Tolerans) auf einen Schreibtischposten abgeschoben worden. Kurzerhand nimmt er ungenehmigt Urlaub bei der Polizei und arbeitet mit einem ihm bekannten, professionellen Sicherheitsunternehmen zusammen, um Persson zu helfen.

Der zweite Film der Falk-Trilogie wartet mit mehr Action auf und wirkt in seiner Umsetzung moderner als der erste. Falk-Darsteller Jakob Eklund wirkt jederzeit glaubhaft. Helen Andersson, die einstige Zeugin, gespielt von Marie Richardson, ist jetzt Falks Lebensgefährtin. Der deutsche Schauspieler Christoph M. Orth ist hier in einer für deutsche Zuschauer eher ungewohnten Rolle als eiskalter Bösewicht zu sehen. Als der ostdeutsche Nikolaus Lehmann spricht er Englisch.

In diesem und im dritten Film wird die organisierte Kriminalität thematisiert, die von Osten her immer mehr Boden gewinnt, indem sie sich seriöser Unternehmen bemächtigt. Mit den konventionellen Mitteln der polizeilichen Kriminalitätsbekämpfung ist dagegen nicht anzukommen.
Fazit: Ein sehenswerter, gut gemachter Film.

Es empfiehlt sich, die Folgen der Trilogie der Reihenfolge nach anzuschauen, da es doch im polizeilichen und privaten Umfeld von Johan Falk Personen gibt, die man kennen sollte. Wer das aber nicht schafft, kann die Story trotzdem gut verfolgen.

Mit Jakob Eklund, Marie Richardson, Lia Boysen, Alexandra Rapaport, Samuel Fröler, Christoph M. Orth.
2001, Regie: Anders Nilsson.

(Autor: Annette Biemer)

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