Stichwort: Pippi Langstrumpf

Lindgren, Astrid: Pippi Langstrumpf


Es ist kaum zu glauben, daß es Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, kurz von allen Kindern auf der ganzen Welt Pippi genannt, schon seit 1945 gibt.
Begonnen hat die Geschichte des stärksten Mädchens in der Kinderliteratur damit, daß die kleine Tochter von Astrid Lindgren krank im Bett lag und ihre Mutter darum bat: „Erzähl mir was von einer Pippi Langstrumpf.“

Und so entstand Pippi, das außergewöhnliche Mädchen mit den beiden lustig abstehenden roten Zöpfen, den verschiedenen Strümpfen und dem selbstgenähten Kleidchen. Ihre Mutter ist ein Engel im Himmel und ihr Vater als Negerkönig sehr beschäftigt, doch trotzdem ist sie zusammen mit Herrn Nilsson, dem Affen und ihrem Pferd Onkel, das sie notfalls auch von der Veranda trägt, niemals allein in der Villa Kunterbunt.

Unvergeßlich ihre praktische, unkomplizierte Art den Fußboden zu wischen. Sie bindet sich einfach zwei Scheuerbürsten an die Füße, leert einen Eimer Wasser auf den Boden und wild spritzend wird sie zur Schlittschuhprinzessin.

Ihren Freunden, den Nachbarskindern Annika und Thomas ist es, nachdem sie Pippi kennen, nicht mehr langweilig. Mit ihr zusammen spielen sie ganz neue Spiele, wie zum Beispiel Sachensucher oder sie trinken Kaffee hoch oben in den Bäumen und übernachten auf unbewohnten Inseln. Pippi hat ständig eine gute Idee und von Erwachsenen oder Polizisten läßt sie sich nicht einschüchtern.

Nur bei ihrer Berufswahl ist sie noch etwas unsicher. Sie schwankt zwischen „feiner Dame“ und Seeräuber. Eines will sie ganz bestimmt nicht: Niemals möchte sie erwachsen werden, denn „große Menschen haben niemals etwas Lustiges. Sie haben nur einen Haufen langweilige Arbeit und komische Kleider und Hühneraugen und Kumminalsteuern“. Recht hat die kleine Göre. –Manuela Haselberger
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Pippi zieht in die Villa Kunterbunt ein (1968)

Vor über 47 Jahren erschien Pippi Langstrumpf erstmalig als Buch. Nach einem erst mal zähflüssigen Start entwickelten sich die Geschichten um den Rotschopf schnell zu einem lawinenartigen, außergewöhnlichen Erfolg, der unter anderem auch zur Verfilmung der Abenteuer führte. Dabei löste Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf eine ganze Reihe kontroverser Diskussionen aus, denn so manche Eltern und Kritiker fürchteten, dass die Neunjährige zu einem schlechten Beispiel für eine ganze Generation Kinder werden könnte. Diese Befürchtungen ließen sich natürlich bis heute nicht nachweisen, vielmehr schwelgen nun gerade die heutigen Eltern in leidenschaftlicher Erinnerung.
Mit „Pippi zieht in die Villa Kunterbunt“ begannen die Aufnahmen für die mehrteilige Fernsehserie. Die beiden Geschwister Tommi und Annika finden ihr Leben im kleinen, schwedischen Städtchen recht öde. Eines Tages jedoch kommt Stimmung in den Ort, denn Pippilotta Viktualia Rollgardina Schokominza Efraimstochter Langstrumpf — kurz Pippi — zieht mit ihrem Affen Herrn Nilsson und dem kleinen Onkel, einem gepunkteten weißen Pferd, in die benachbarte, lustig aussehende Villa Kunterbunt ein.

Selbstredend möchten Tommi und Annika ihre neue Nachbarin kennen lernen und sind begeistert, dass man in der Villa alles machen darf, was sonst streng verboten ist. Als die so schön klischeehafte, herrlich zugeknöpfte Tante Prysselius von dem allein lebenden Kind erfährt, stellt sie sofort Bemühungen an, das arme Mädchen ins Kinderheim bringen zu lassen. Doch sie bleibt erfolglos, genauso wie die beiden schön trotteligen Polizisten.

Mit einem dicken Fundus an echten Goldmünzen bewappnet, machen Pippi, Tommi und Annika einen Ausflug in die Stadt. Pippi ersteht bergeweise Süßigkeiten, die sie an alle Kinder verteilt und die so zu „Pippis neuen Freunden“ werden. In den beiden weiteren Episoden „Pippi auf Sachen-Suche“ und „Pippi macht einen Ausflug“ lernen auch die Eltern der beiden das außergewöhnlich starke, exotisch liebenswerte Mädchen kennen.

Alle vier Original-Episoden leben neben der einzigartigen Geschichte von Astrid Lindgren insbesondere durch die Individualität und Originalität der Schauspieler, allen voran Inger Nilsson als Pippi, die man sich auf Basis der Bücher genau so und nicht anders vorstellt. Gute 100 Minuten verrückte Einfälle mit zeitlosem Charme. –Simone Gefeller / Amazon

Pippi und die Seeräuber (1968)

„“Pippi und die Seeräuber – Teil 1“ Auf einem Spaziergang entdecken Pippi, Tommi und Annika im See eine Flaschenpost – ein Hilferuf von Pippis Vater, der auf Taka-Tuka-Land von einer Seeräuberbande gefangengehalten wird. Die beiden Anführer der Bande wollen Pippis Vater seinen riesigen Schatz abjagen. Aber Pippi hat einen genialen Einfall, wie sie ihn mit ihren Freunden retten kann… „Pippi und die Seeräuber – Teil 2“ Wie kommen die drei gestrandeten Abenteurer von einer einsamen Insel nach Taka-Tuka-Land? Ganz einfach, wenn einer von ihnen Pippi Langstrumpf heißt. Listig luchst die pfiffige Göre dem vorübersegelnden Seeräuber Oskar sein stolzes Piratenschiff ab und los geht die Fahrt…. „Pippi und die Seeräuber – Teil 3“ Die unerschrockene Pippi und ihre Freunde haben sich bei den Seeräubern mächtig Respekt verschafft: In Windeseile lassen die Oberpiraten die Wachen in der Burg verstärken, in der sie Pippis Vater gefangen halten. Damit er das Versteck des Goldschatzes preisgibt, hecken sie einen bösen Plan aus… „Pippi und die Seeräuber – Teil 4″ Auf wahrhaft durchschlagende Art und Weise dringen Pippi, Tommi und Annika in das Burgverlies, um den Kapitän zu befreien. Aber nicht zu früh gefreut… Den Wettlauf um den Schatz, der nun beginnt, wollen die Piraten unbedingt gewinnen, und diesmal sind es die Kinder, die ihnen in die Hände fallen. Ob das große Abenteuer trotzdem noch glücklich ausgeht?“ Amazon

Pippi und die Gespenster (1968)

Zwei mal drei macht vier und plus drei ergibt das dann neun: Ja, unsere Pippi Langstrumpf weiß alles über Multiplikation und natürlich auch das Einmaleins! Das ist aber nicht der Grund ihrer Beliebtheit, sondern vielmehr ihr lebensbejahendes, selbstbewusstes und neugieriges Wesen, das humorvoll und mit stets höchst kreativen Ideen ausgestattet immer weiß, wie man den Tag am besten gestaltet. Ihre absonderliche Stärke findet zudem viele Freunde und lehrt Fremde das Fürchten.
„Pippi und die Gespenster“, so die Titelgeschichte der vier Episoden starken DVD, zeigt gleich wundervoll, dass Pippi ganz anders ist als andere Kinder. Denn ihren Geburtstag feiert sie nicht etwa mit Topfschlagen oder dergleichen, sondern mit einem Besuch ihres Dachbodens, auf dem es vor Gespenstern nur so wimmeln soll. Annika hat sich diesen Nachmittag allerdings etwas weniger furchtsam vorgestellt. Zum Glück ist der Besuch des Rummelplatzes dafür alles andere als Furcht erregend. Annika und Tommi entdecken dort, dass es viele verschiedene Karussells gibt, darunter auch ein Bett auf dem man weit in die Luft hüpfen kann: Das müssen die beiden natürlich Pippi erzählen. Klar, dass man sogleich „Pippi auf dem Rummelplatz“ findet.

Wer keine Verpflichtungen hat, kann sich selbstverständlich auch nicht über den Wegfall derselben freuen. Um die Vorfreude ihrer beiden Freunde Tommi und Annika über die bevorstehenden Weihnachtsferien und das Fest zu verstehen, muss man erst einmal schulpflichtig sein, und genau darum dreht sich die Folge „Pippi lernt Plutimitkation“, der sich „Pippi und das Weihnachtsfest“ anschließt.

Alle vier Original-Episoden aus den späten 60er-Jahren leben neben der einzigartigen Geschichte von Astrid Lindgren insbesondere durch die Individualität und Originalität der Schauspieler, allen voran Inger Nilsson als Pippi, die man sich auf Basis der Bücher genau so und nicht anders vorstellt. Gute 100 Minuten verrückte Einfälle mit zeitlosem Charme, zu empfehlen für große und kleine Leute ab dem Grundschulalter. –Simone Gefeller / Amazon

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