Stichwort: Roman

Jensen, Caroline L.: Frau Bengtsson geht zum Teufel

Eigentlich ist Frau Bengtsson gestorben. Bloß war ihr Tod so banal, dass Gott sich ihrer in letzter Sekunde erbarmte. Dank des göttlichen Eingreifens könnte sie ihr Vorstadtdasein als kinderlose, perfekte Ehefrau fortführen – wäre da nicht der Teufel, der sich als fürsorgliche Nachbarin der gläubigen Hausfrau annimmt. Und so seinem ewigen Erzfeind ein Schnippchen schlagen will …

Ein hochgelobter Erstlingsroman von Caroline L. Jensen, geboren 1978. Jensen hat Psychologie und Jura studiert, als Tänzerin und Sängerin gearbeitet, bevor sie als freie Schriftstellerin Bücher schrieb.

Verlag Droemer, 240 Seiten

Pettersson, Elsa: Eine Liebe auf Gotland

Die Insel, auf der sich Schicksale kreuzen. Einsame Sandstrände, windgepeitschte Landschaften, Kalksteinklippen … Normalerweise wäre die rothaarige Restauratorin Lisa kaum nach Gotland gereist. Aber als sie Abstand von einem Mann braucht, kommt ihr eine Kunsthistorikertagung auf der schwedischen Insel gerade recht. Gleich nach der Ankunft rasselt sie mit dem Inselführer Malte zusammen, der sie barsch auf die Regeln im Naturschutzgebiet hinweist. Dann taucht er auch noch bei dem Reiterhof auf, in dem sie sich einquartiert hat. Doch irgendwie fühlt sich Lisa von dem ungehobelten Kerl angezogen. Bei der Mittelalterwoche in Visby zeigt sich: Malte kämpft nicht nur um den Sieg beim Ritterturnier. Und Lisa träumt nicht nur von einem Ritter …

Elsa Pettersson hat nach ihrem Studium Literatur gelehrt sowie als Übersetzerin und Theaterregisseurin gearbeitet. Die deutsche Autorin hat bereits zwei Romane veröffentlicht und schreibt hier unter dem Namen ihrer schwedischen Großmutter.

Nesser, Håkan: Das vierte Opfer


Hakan Nesser ist durch seine Romane in Schweden längst zum gefeierten Star geworden. Die Originalität seiner Figuren, der Spannungsgehalt seiner Plots und eine eigenständige Erzählweise sollten ihm nun auch auf dem deutschen Markt eine große und begeisterte Öffentlichkeit bescheren. Gerade ist sein mit dem schwedischen Krimipreis ausgezeichneter Roman Das vierte Opfer bei uns erschienen, ein Buch, das für die Freunde des intelligent konstruierten Krimis keine Wünsche offenlassen dürfte.
Kommissar Van Veeteren weilt im wohlverdienten Urlaub am Meer. Doch wie viele prominente Kollegen wird auch er von einem Anruf seines Vorgesetzten ereilt. Ein Serienmörder treibe sein Unwesen in der Gegend, die Öffentlichkeit sei schon beunruhigt, ob er denn nicht, wenn er doch schon da sei… Van Veeteren kann und will. Zunächst einmal macht er sich mit seinen neuen Kollegen vertraut, die den berühmten Kommissar, bekannt für seine unkonventionellen Methoden und seine Intuition, mit gemischten Gefühlen empfangen. Die Verbrechen stellen sich klar und doch seltsam uneinheitlich dar. Die Opfer wurden mit einer scharfkantigen Klinge getötet, jedoch läßt sich zunächst keine Verbindung zwischen ihnen herstellen, geschweige denn ein Motiv für die Morde erkennen. Van Veeteren ist ratlos. In langen Gesprächen mit seinem erfahrenen Kollegen Bausen, der kurz vor der Pensionierung steht und die Ermittlungen leitet, bei gutem Essen und vor allem ausgiebigem Trinken nimmt die Lösung des Falles Konturen an.

Doch Van Veeteren arbeitet gegen die Zeit, denn der Täter hat bereits sein viertes Opfer im Visier. Plötzlich verschwindet Beate Moerk, eine junge und geschätzte Inspektorin, die ebenfalls an den Mordfällen arbeitet und kurz vor ihrem Verschwinden offenbar eine wichtige Entdeckung gemacht hat. Van Veeteren ist zutiefst beunruhigt, zumal ihn seine sonst so zuverlässige Spürnase im Stich gelassen zu haben scheint…

So nahe der Vergleich Nessers mit seinem Landsmann Henning Mankell liegen mag, so ähnlich der Plot scheinen mag, so hat Nesser mit seinem oft im Hintergrund agierenden, jedoch ständig spürbar präsenten Helden Van Veeteren und seinen Ermittlungsmethoden doch etwas Neues zustandegebracht. Nicht die akribische Suche nach Spuren und Indizien ist Van Veeterens Sache, sondern unentwegte logische Gedankenarbeit in Verbindung mit glaubwürdiger Intuition. Der Roman bezieht seine ungeheure Spannung somit nicht nur aus der Handlung, sondern aus dem Diskurs des Helden, der mal falsch liegt und mal die richtige Spur aufnimmt. –Ulrich Deurer / Amazon

Marklund, Liza: Lebenslänglich


Langsam aber sicher schifft Liza Marklund ab. Schon ihrem letzten Buch „Nobels Testament“ mangelte es an Spannung, nun liegt der siebte Roman über die Stockholmer Journalistin Annika Bengtzon vor. Die Geschichte: Ein angesehener Polizist wird erschossen in seinem Bett gefunden, im Badezimmer hockt seine verwirrte Ehefrau Julia, über und über mit Blut beschmiert, und der Sohn der beiden ist verschwunden. Für die Staatsanwaltschaft, die Kollegen des Toten und auch die Medien ist klar: Die Frau war’s, und den Sohn hat sie auch auf dem Gewissen. Nur Bengtzon zweifelt. Warum? Weil Julia eine betrogene Ehefrau und Mutter war, die es nicht leicht hatte, und weil Annika selbst gerade von ihrem Mann sitzengelassen wurde, der zu seiner steinreichen Geliebten gezogen ist und Annika obendrein verdächtigt, das gemeinsame Haus angezündet zu haben. Diese emotionale Solidarität zwischen der Hauptfigur und der Hauptverdächtigen verleiht Marklunds Thriller einen enorm tantigen Touch. Obendrein werden viele Konflikte aus früheren Büchern angesprochen, ohne näher erläutert zu werden. Für Neueinsteiger ist „Lebenslänglich“ also nicht geeignet. (jul) Amazon

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