Stichwort: Roman

Ramqvist, Karolina: Die weiße Stadt

weisse_stadtDas große Haus steht einsam und kalt an einem See, umgeben von Schnee und Frost. Die kugelsicheren Fenster sind voller Eisblumen. Drinnen sitzt Karin auf einem verdreckten Sofa. Das Telefon ist abgestellt. Die Heizung funktioniert nicht mehr. Karin hat sich verändert. Früher war sie die Gangsterkönigin und Johns höchste Errungenschaft. Alle haben sie bewundert, alle wollten sein wie sie. Jetzt ist John tot, und sie hat eine Tochter, der sie sich mal nah und mal fern fühlt, die sie buchstäblich aussaugt und völlig auf sie angewiesen ist. Karin ist einsam und taub vor Trauer. Alles, was sie weiß, ist, dass sie ihr Kind beschützen muss. Und so beschließt sie, sich zu nehmen, was ihr zusteht. Mit Johns alten Waffen, seinem Auto und ihrer Freundin Therese macht sie sich auf den Weg, die Kontrolle über ihr Leben zurückzuerobern…

Verlag: Ullstein Hardcover, 192 Seiten.

Lundberg, Lotta: Sternstunde

sternstundeVon New York über Berlin nach „Gröna Lund“: Es ist 1932. Die Kleinwüchsigen Glauer und Ka treten in einer Freakshow auf. „Hereinspaziert, schaut und staunt“, so lockt Glauer in Coney Island Zuschauer an. Neugierige Blicke und schlimmere Erniedrigungen sind er und Ka gewohnt. Aber ein normales Leben muss doch möglich sein? Sie nehmen den Dampfer nach Deutschland, Ziel ist das glitzernde Berlin mit seinen Varietés. Dort treffen sie auf Verner, den kleinsten Mann der Welt, und das einsame Blumenmädchen Nelly. Doch die Zeiten sind unsicher geworden, und als sie eingeladen werden, im Stockholmer Vergnügungspark mit dem idyllischen Namen „Gröna Lund“, grünes Wäldchen, aufzutreten, nehmen sie dankbar an.

Mitreißend und kraftvoll erzählt Lotta Lundberg über eine wundersame Reise und die Sehnsucht nach Liebe und Respekt in unbehaglichen Zeiten, die allzu vertraut scheinen.

Die Autorin Lotta Lundberg wurde 1961 in Uppsala geboren und lebt seit 2004 in Berlin. Sie schreibt für das Feuilleton verschiedener schwedischer Tageszeitungen. Für ihren Roman „Zur Stunde null“ (2015) wurde sie mit dem renommierten Literaturpreis des schwedischen Rundfunks ausgezeichnet.

Verlag: Hoffmann und Campe, 400 Seiten.

Mankell, Henning: Die schwedischen Gummistiefel

gunnistiefelSeit Fredrik Welin als Chirurg ein Kunstfehler unterlief, lebt er allein auf einer einsamen Insel in Schweden. Ihm ist nach dem Brand seines Hauses so gut wie nichts geblieben. Nur wenige Menschen, die ihm nahestehen: Jansson, der pensionierte Postbote, die Journalistin Lisa Modin, in die er sich verliebt, und seine Tochter Louise, die schwanger ist und in Paris lebt. Als sie wegen eines Diebstahls in Untersuchungshaft gerät, ruft sie ihn zu Hilfe. Während er in Paris über ihre Freilassung verhandelt, erfährt er, dass auf den Schären schon wieder ein Haus in Flammen steht. Mankells letzter Roman, der Nachfolger des Bestsellers „Die italienischen Schuhe“, ist ein sehr persönliches Buch und beschwört die Möglichkeit menschlicher Nähe angesichts von Einsamkeit, Alter und Tod.

Das schwedische Original haben wir bereits => hier vorgestellt.

Paul Zsolnay Verlag, 480 Seiten.

 

Fredriksson, Anna: Der Frühlingsclub

fruhlingsclubJahrzehntelang drehte sich Karins Leben nur um ihren Mann Sten und die zwei Kinder. Nach ihren eigenen Bedürfnissen hat nie jemand gefragt – nicht einmal sie selbst. Während Sten sich langsam von seinem Schlaganfall erholt, wird Karin klar, dass es so nicht weitergehen kann. Zur großen Überraschung und auch Missbilligung ihrer Familie und Freunde bucht sie spontan einen sündhaft teuren Kurs bei einem schwedischen Sternekoch – die erste verrückte und gänzlich eigennützige Aktion in ihrem Leben. Doch das ist erst der Anfang. Dort lernt sie außerdem Monika kennen, die genau der Typ Frau ist, der Karin gerne wäre: lebensfroh, mutig, unabhängig. Die beiden gründen zusammen den »Dienstagsklub«, der für Karin der ersehnte Gegenpol zu ihrem langweiligen Alltag wird. Als sich schließlich auch eine neue Liebe anbahnt, schafft es Karin, aus ihrem alten Leben auszubrechen. Sie lässt sich scheiden und gründet zusammen mit Monika ein Cateringunternehmen. Aber zahlt sich ihr Mut zur Veränderung aus?

Anna Fredriksson arbeitete viele Jahre als Drehbuchautorin für Film- und TV-Produktionen in Schweden, u.a. für die Wallander-Filme. Außerdem war sie als Lektorin und Verlegerin tätig. Im Original heißt der Roman übrigens nicht Frühlingsclub, sondern „Tisdagsclubben“: Dienstagsclub.

Verlag: Bloomsbury Berlin, 352 Seiten

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