Stichwort: Roman

Abrahamson, Emmy: Make it big

emmyBond, Filippa Bond! So nennt sich die junge Absolventin der Royal Drama School, denn eine angehende Schauspielerin kann aus karrieretechnischen Gründen nicht Karlsson heißen. Helfen tut das aber erst mal nicht. Filippa muss Aushilfsjobs verrichten, sie wohnt mit drei heftig rauchenden Mädels zusammen und hetzt von einem Casting zum nächsten: Zum Beispiel für Tampon-Werbung oder einen Vampirstreifen. – Nicht gerade Wunschrollen für das Mädchen mit dem Traum von Hollywood!

Auch in Liebesangelegenheiten bleibt sich Filippa treu: zwei Typen gleichzeitig, und beide entpuppen sich als Vollidioten. Und dann das Wunder: Eine Rolle in einem Wahnsinnsfilm an der Seite von Nicole Kidman. Ist das der Durchbruch? Wer Filippa kennt, ahnt, dass auf dem Weg zum Ruhm noch einige Stolpersteine auf sie warten…

Der Untertitel von Make it big ist vielsagend: Wie ich London schaffte (oder London mich) verspricht auf jeden Fall Schwung und Spannung beim Lesen.

Deutscher Taschenbuch Verla, 240 Seiten

Ekbäck, Cecilia: Schwarzer Winter

winterLappland 1717: In der Nähe des abgelegenen Dorfes Blackåsen finden die beiden Mädchen Frederika und Dorotea ihren Nachbarn Eriksson tot im Wald. War es wirklich ein Bär, der den Mann angegriffen hat? Während der unendliche skandinavische Winter mit seinen kurzen Tagen und stürmischen Nächten über das Dorf hereinbricht, reiben sich die Dörfler an dieser Frage auf. Denn Eriksson wusste viel über die dunklen Geheimnisse der Einwohner, und mit Kälte und Hunger schleicht sich auch das Misstrauen in die Herzen der Menschen. Vollkommen von der Außenwelt abgeschottet, dreht sich die Spirale aus Argwohn, Hass und Angst immer weiter, bis ausgerechnet Frederika, die ein besonderes Gespür für alles Verborgene hat, ins Zentrum des aufziehenden Orkans gerät…

Cecilia Ekbäck wurde in Schweden geboren, ihre Eltern stammen aus Lappland. Schon als Jugendliche arbeitete sie als Journalistin und gewann bereits in jungen Jahren ihren ersten literarischen Preis.

Verlag, Droemer TB, 464 Seiten.

Stjernström, Peter: Das beste Buch der Welt

buchderweltEin rasanter Roman, der den Literaturbetrieb aufs Korn nimmt. Der Autor, Peter Stjernström, ist Miteigentümer der schwedischen Literaturagentur „Grand Agency“ und arbeitet nebenher als Ghostwriter und Werbetexter in Schweden.

„Das beste Buch der Welt“ dreht sich um Titus Jensen, Schriftsteller und Alkoholiker zugleich. Vergeblich wartet er darauf, dass man seine Romane ernst nimmt, dabei macht sich mit Lesungen fremder Werke zum Clown. Beim Zechgelage mit dem gefeierten Dichter Eddie X kommt ihm jedoch eine glorreiche Idee: Warum nicht einfach mal alles in ein Buch packen, was das Zeug zum Bestseller hat ein wenig Liebe, ein paar gute Rezepte, ein bisschen Selbstfindung, die sicherste Diätmethode und den ultraspannenden Krimi-Plot?

Sofort macht sich Titus ans Werk und entwickelt ungeahnte Produktivität, auch dank seiner bezaubernden Lektorin Astra, die das Beste aus ihm herauszukitzeln versteht. Mit ihrer Hilfe schafft er den Absprung vom Saufen und entdeckt, was ihm wirklich wichtig ist. Schon naht der ersehnte Durchbruch auf der Buchmesse in Göteborg, da macht ihm auf den letzten Metern Eddie X einen Strich durch die Rechnung…

Eine absolut bestsellerverdächtige Geschichte, originell erzählt und voller Überraschungen!

DuMont Buchverlag, 350 Seiten.

Nesser, Håkand: Die Lebenden und Toten von Winsford

hakan_nesserHåkan Nesser verlegt die Handlung seines neuesten Romans in die neblige Moorlandschaft Südenglands. Über dem kleinen Dorf Winsford liegt im November stets eine dichte Nebeldecke. Die mysteriöse Frau, die sich unter dem schwedischen Namen Maria Anderson mit ihrem Hund im abseits gelegenen Haus auf der Heide niederlässt, bietet Stoff für Spekulationen. Was hat sie hier draußen in der Einöde zu suchen? Was hält ihr Mann von ihrem Aufenthalt an diesem Ende der Welt? Wo ist er überhaupt? Tatsächlich auf Reisen? Irgendetwas Sonderbares umgibt die Fremde, die Tag für Tag im diesigen Nieselregen spazierengeht – auch wenn sie schon bald aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken ist. Nicht alle scheinen ihr jedenfalls wohlgesonnen. Wie anders wäre sonst zu erklären, dass plötzlich tote Vögel vor ihrer Türe liegen und ihr Hund tagelang verschwindet? Und die seltsamen Vorfälle häufen sich. Man könnte auch sagen: Je mehr sie sich auf die kleine Gemeinschaft einlässt, desto gefährlicher wird es für sie…

btb Verlag, 464 Seiten.

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