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Sagolandet (DVD)

Am 4. Mai 1983 wird Jan Troells Tochter Johanna geboren. Der Vater stellt sich die Frage, in welcher Welt seine Tochter wird leben müssen. Der Regisseur versucht, mit Kamera und Tonbandgerät nach Antworten zu suchen.

Im Frühjahr 1983 hatte Troell vor der Kamera Gespräche über existentielle Probleme des Menschen mit dem amerikanischen Psychologen und Philosophen Rollo May geführt. Sie wurden der Leitfaden für einen Film, der vor allem überprüfen will, ob der schwedische Wohlfahrtsstatt seine Bürger durch Bevormundung unfrei macht.

Troell stellt sich selbst die skeptische Frage: „Bin ich wirklich so glücklich, ein Schwede zu sein?“ – und das führte zu weiteren Gesprächen mit dem großen alten Mann der schwedischen Polititk, dem langjährigen Ministerpräsidenten Tage Erlander und dem damaligen Umweltminister Ingvar Carlsson (der 1986 nach der Ermordung Olof Palmes Ministerpräsident wurde).

Daneben beobachtete Jan Troell mit der Kamera zwei Jahre lang Menschen und Ereignisse in Schweden. Z.B.:

ein Mädchen, das Gedichte schreibt, weil es sich unverstanden fühlt und der Wirklichkeit entfliehen will.

einen Jungen, der Gitarre spielt und seine Zukunft so sieht: entweder werde ich ein Rock-Star oder ein Krimineller.

einen fanatischen Umweltschützer, der die Herkulesstaude ausrotten will, weil sie eine ausländische Pflanze ist.

einen alten Bauern, der auf das Grab seiner verstorbenen Frau keinen natürlichen Feldstein setzen darf.

uvm….

Sprache: Schwedisch. Untertitel: Schwedisch

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