Stichwort: Sofia Helin

Rånarna (DVD)


Klaras Fall: Mit militärischer Professionalität und eiskalter Disziplin überfallen unbekannte Räuber den wöchentlichen Geldtransport einer Bank. Sie scheinen genau zu wissen, dass an diesem Tag ausländische Währung im Wert von 20 Millionen Kronen transportiert wird. Der Bande gelingt es, mit der Beute zu entkommen. Das Fluchtfahrzeug wird wenig später brennend im Wald gefunden. Die Polizei umstellt das gesamte Gebiet, ein Helikopter mit Wärmekamera ist den flüchtenden Tätern dicht auf der Fersen. Plötzlich verschwinden die roten Punkte vom Monitor, sind wie vom Erdboden verschluckt.

Mit Hochdruck arbeitet die Polizei daran, die Spur der Täter wieder aufzunehmen und setzt dazu modernste Methoden ein. Als Kommissarin Klara und ihr Kollege Greger vier Tatverdächtige ausfindig machen, gerät Klara in die Schusslinie. Die Verfolgung der Täter führt sie mitten in einen lebensgefährlichen Alptraum, den sie nie für möglich gehalten hätte. Klara, die noch immer unter dem Tot ihrer kleinen Tochter leidet, entdeckt, dass auch in ihrem jetzigen Fall ein Kind eine Rolle spielt. Beruflich wie privat gerät sie immer mehr unter seelischen Druck. Letztendlich kann sie nur noch ums nackte Überleben kämpfen.

Rånarna ist einer der wenigen schwedischen Polizeithriller, der es in die deutschen Verkaufsregale geschafft hat. Zu Recht. Er zeichnet sich aus durch eine realistische Schilderung militärischer und polizeilicher Vorgehensweisen. Nie hat man das Gefühl, es sei den Filmemachern nur um billige Effekthascherei gegangen. Mindestens genau so spannend bei alledem ist die psychologische Komponente von Karlas Fall.

2004, Regie und Drehbuch: Peter Lindmark,
mit Mikael Persbrandt, Sofia Helin, Stefan Sauk, Stina Ekblad und Peter Franzén.

Nina Frisk (DVD)


Nina ist happy in ihrem Job als Flugbegleiterin. Sie jettet um die Welt, geht gerne in Clubs und hat ein abwechslungsreiches, aber oberflächliches Liebesleben. Dass sie viel unterwegs ist, kommt ihr ganz gelegen, denn zu Hause wartet die nervtötende Familie. Da ist allen voran die chaotische, klammernde Mutter mit ihrem unmöglichen, stets betrunkenen Lebensgefährten und schließlich gibt es noch den psychisch angeknackstes Bruder mitsamt Anhang. Doch eines Tages trifft Nina Marcus, der nach dem Tod seiner Frau den kleinen Sohn William alleine betreut. Nina verliebt sich Hals über Kopf in Marcus und William scheint sie fest ins Herz geschlossen zu haben.

Zum ersten Mal im Leben will Nina selbst eine Familie haben, ist sogar bereit, auf vieles zu verzichten. Doch dann gerät alles ins Wanken …
Nina Frisk ist eine turbulente Liebeskomödie, die aus dem Leben der fröhlichen Nina erzählt. Dabei ist sie keine klassische Happy-End-Komödie und verzichtet auch auf die üblicherweise ausgereizten Spielchen mit Verwechslungen und Missverständnissen. Insofern ist sie unspektakulär, lebt aber von den brillanten Charakteren, allen voran der chaotischen Mutter Jill und dem komplexbeladenen Bruder Linus.

Ein netter, zwar unspektakulärer aber dennoch sehr sehenswerter Film!
Zum Thema Sprache: Da die Unterhaltungen sehr umgangssprachlich sind, ist der Film nicht gerade für Anfänger geeignet, aber um so mehr für all jene, die plaudern lernen wollen.

2007, Regie und Drehbuch: Maria Blom,
mit Sofia Helin, Daniel Götschenhjelm, Sven Ahlström, Gunilla Nyroos.

(Autor: Annette Biemer)

© 2002 - 2018 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved