Stichwort: Ystad

Tatort Ystad: Im Revier von Kommissar Wallander

WallanderWie es anfing, wie es endete und was dazwischen geschah – Henning Mankell erzählt seine Kommissar Wallander Geschichte.

In diesem Buch finden Wallander-Fans alle Informationen über Kurt Wallander, seine Familie, Freunde und Kollegen, seine wichtigsten Fälle und bedeutende Orte in seinem Leben. Welche Musik hört Kurt? Was ist sein Lieblingsbuch? Warum ging die Ehe mit Mona in die Brüche? – hier bleibt (fast) keine Frage offen.

Das perfekte Buch für alle Fans der unsterblichen Romanfigur. Vor allem die Fotos in dem Band von Christian Gerlach machen Lust darauf, die Schauplätze rund um Ystad einmal selbst zu erkunden.

Books on Demand, 78 Seiten

Mankell, Henning: Vor dem Frost


Linda Wallander, Tochter des weit über die Landesgrenzen hinweg bekannten Kommissars, kommt sich vor wie auf dem Abstellgleis: Am 10. September soll ihr Dienst bei der Polizei von Ystad beginnen, und bis dort hat sie noch einen langen Sommer vor sich. Auch die avisierte eigene Wohnung ist noch nicht frei, und so muss sie ausgerechnet beim Vater unterschlüpfen. Das Verhältnis zwischen den beiden ist äußerst gespannt und wird auch nicht besser, als Kurt Wallander mit einem schwierigen Fall konfrontiert wird.
In Ystad und im Umland übergießt ein scheinbar Wahnsinniger Tiere mit Benzin und steckt sie in Brand. Eine ältere Frau wird auf einer Wanderung in einer abgelegenen Schlucht bestialisch ermordet, und eine von Lindas ältesten Freundinnen verschwindet von einem Tag auf den anderen. Auch wenn ihr Vater es nicht wahr haben möchte: Zwischen all diesen Ereignissen besteht ein Zusammenhang. Es bedarf akribischster Ermittlungen und einer Reihe von Auseinandersetzungen zwischen Kurt und Linda Wallander, bevor der dickköpfige Kommissar bereit ist, an eine Verschwörung größeren Ausmaßes zu glauben.

Vor dem Frost ist ein Roman des Übergangs: Noch hält Kurt Wallander das Heft in der Hand und ist nicht bereit, seine Tochter als Polizistin zu akzeptieren. Linda muss um jeden Zentimeter Freiheit kämpfen, sowohl in privater wie in beruflicher Hinsicht. Dieser Kampf wird mit harten Bandagen geführt, wobei Mankell die Glaubwürdigkeit seiner Figuren gelegentlich sehr strapaziert. Auch die Handlung des Romans wirkt teilweise etwas konstruiert — der Autor hat eindeutig ein Anliegen, und es gelingt ihm nicht immer, daraus eine spannende Geschichte zu machen.

Für Wallander-Freunde bietet Vor dem Frost einige schöne Reminiszenzen: Linda erinnert sich immer wieder an Vorfälle aus ihrer Kindheit, die den Lesern aus früheren Mankell-Romanen geläufig sind. Auch der angestrebte Vergleich zwischen christlichem und islamischem Fundamentalismus ist ein durchaus lohnenswerter Stoff, der besonders durch die psychologisch genaue Schilderung der Antagonisten an Glaubwürdigkeit gewinnt. Wir können jedenfalls gespannt sein, wie sich Linda Wallander mausert, wenn sie aus des Vaters Schatten herausgetreten ist und als Polizistin selbstständig wird. –Hannes Riffel / Amazon

Mankell, Henning: Die falsche Fährte


Man mag glauben, die Lektüre eines Buches mache den Genuss eines Hörspiels überflüssig und umgekehrt. In der Regel wird man sich aber bei hervorragender Literatur und glänzend inszenierten Hörspielen in dieser Annahme getäuscht sehen. Die Hörspielversion von Henning Mankells Die falsche Fährte wird auch Leser des Romans erneut in Vibration versetzen, vermag andere Akzente zu setzen und stellt erneut die Einzigartigkeit der Kunstform Hörspiel unter Beweis.
Ein Serienmörder versetzt das Kriminalkommissariat von Ystad in hektische Betriebsamkeit und die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Der Täter richtet seine Opfer mit Äxten hin, skalpiert sie anschließend und verschwindet scheinbar spurlos. Ein ehemaliger Justizminister und ein bekannter Kunsthändler sind die ersten Toten. Wallander, der sich kurz zuvor noch mit der mysteriösen Selbstverbrennung einer jungen Frau beschäftigen musste, sucht mit seinen Kollegen nach Zusammenhängen und Verbindungen der beiden Opfer untereinander. Denn eines scheint klar zu sein: Es muss sich um ein und denselben Mörder handeln. Spuren tauchen auf, doch der Täter schlägt erneut zu, bis Wallander erkennen muss, dass sich seine Ermittlungen in die falsche Richtung bewegen. Keineswegs erkennt er jedoch die Gefahr, in der er schwebt.

Unaufdringlich, nicht reißerisch, stark in den Dialogen und unter Verzicht auf lautstarke Action präsentiert sich die Produktion des Senders Freies Berlin. Die großartige Sprechercrew, allen voran als Erzähler Peter Matic, der vielen Zuhörern als Synchronstimme des amerikanischen Schauspielers Ben Kingsley vertraut sein wird, schafft eine bedrohlich spannende Atmosphäre. Der größte Reiz dieser schönen Inszenierung liegt indessen darin, dass der Fortschritt der Ermittlungen und die Annäherung an den Täter in den Dialogen der Hauptfiguren, in deren Diskurs deutlich wird. –Ulrich Deurer / Amazon

Mankell, Henning: Die Brandmauer


Deutliche Gesellschaftskritik verpackt in absolut hochkarätiger Spannung, das kann nur einer: Henning Mankell. Endlich ist er da, der neue Wallander-Krimi und auch in diesem Fall ermittelt der einsame 50-jährige Kommissar, der sich „uralt und kraftlos“ fühlt, eigenwillig, manchmal dickköpfig, aber doch immer mit dem seinen Fans schon so vertrauten Team. Ein brillant erdachter Fall, der nach 570 fesselnden Seiten bedrückende und bedrohliche Visionen zurücklässt. In einem Interview sagt Mankell, gefragt, warum die Verbrechen, die er beschreibt oft so bestialisch seien: „Die Welt ist viel schlimmer als die Verbrechen in meinen Büchern.“ Wohl wahr!
Ein Taxifahrer wird brutal von zwei jungen Mädchen ermordet, ein Mann bricht vor einem Geldautomaten tot zusammen, seine Leiche wird aus der Pathologie gestohlen, in einer Transformatorstation finden die Beamten eine verkohlte Leiche. Ein turbulenter Fall, in dem lange so wenig zueinander passen will. Die Ermittlungen führen von dem kleinen schwedischen Städtchen Ystad bis nach Angola, reichen von Mord bis zu einem perfiden Computerverbrechen von internationalem Format.

Brandmauern oder Firewalls — natürlich geht es um Datennetze, elektronische Kommunikation, die Welt des Internets. „Die Verwundbarkeit der Gesellschaft in der sie lebten, war größer, als jemand hatte ahnen können“. Computerspezialisten als Terroristen, ein einzelner Rechner, der die ganze Welt lahm legt?

Als Krimi genial und atemberaubend, als reales Geschehen nicht mehr utopisch, eher eine Angst erregende Vorstellung. Nüchtern schreibt Mankell, oft kurz und bündig, das ist nervenaufreibend, macht süchtig. Aber: Er legt es nicht nur auf Spannung allein an. In seinen Romanen will er gesellschaftliche Entwicklungen beleuchten: „Wir müssen ein neues Sozialsystem schaffen, sonst geht die Welt zugrunde.“

Wallander in Höchstform. 26 Länder hat dieser Kommissar mit begnadeter Intuition im Sturm erobert, er wurde verfilmt, bescherte seinem Erfinder Millionenauflagen und Preise. Kaum zu fassen, dass der ihn demnächst in den Ruhestand schicken will. Wer weiß, vielleicht überlegt er es sich ja doch noch. –Barbara Wegmann / Amazon

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