Wohlfahrtsstaat ade?

Seit einigen Jahren mehren sich die Anzeichen für einen Umbau des schwedischen Sozialstaates. Beifall und Buhrufe, mit denen Befürworter und Gegner das sagenumwobene Wohlfahrtsstaat-Modell Schweden in seinen Glanzzeiten begleiteten, werden abgelöst von händereibender Häme.

»Vom Vorbild der sozialen Gerechtigkeit zum Vorbild des Sozialabbaus«. So oder ähnlich tönt der konservativ-mediale Chor, dem das Getue mit der Wohlfahrt schon immer ein Dorn im Auge war.

Schweden also ein Land des Sozialabbaus? In dem wohlfahrtsstaatliche Prinzipien über Bord geworfen werden und in dem nur noch hart am europäischen Wind gesegelt wird? Und zwar mit allen Risiken und Nebenwirkungen wie Arbeitslosigkeit, sozialer Kälte und massiven gesellschaftlichen Machtverschiebungen? Hat sich Schweden auf den Weg gemacht, ein Land wie jedes andere in Europa zu werden?

Oder gibt es sie noch, die »ewige Zielsetzung« von Sicherheit, Vollbeschäftigung und Gleichberechtigung? Kann es Schweden schaffen, Grundprinzipien der Wohlfahrt ins neue Jahrtausend hinüberzuretten und damit den Weg zu einem neuen, europäischen Sozialstaatsmodell auszuleuchten?

Diesen und anderen Fragen geht Gisela Pettersson nach. Recherchen vor Ort, Gespräche mit SozialpolitikerInnen, GewerkschafterInnen und WissenschaftlerInnen führen sie zu dem Schluß, daß der schwedische Wohlfahrtsstaat nicht vor dem Aus steht, daß vielmehr eine Vielzahl von Entwürfen zu seiner, wenn auch revidierten Bewahrung vorhanden sind besonders beachtenswert in einer Zeit, in der der Sozialstaat in ganz Westeuropa zur Disposition gestellt wird.

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